Ist das Schlimmste für Bitcoin vorbei? Neue Analyse untersucht, ob $57.700 den Tiefpunkt markierten

Der Rückgang von Bitcoin auf etwa $57.700 Ende Juni könnte laut einem neuen Marktbericht von BIT vom 17. Juli die schlimmste Phase des Bärenmarktes 2026 abgeschlossen haben.
Nachdem die Krypto-Investmentfirma den Rückgang von Bitcoin in den letzten Monaten korrekt vorhergesagt hatte, empfiehlt sie nun, zu prüfen, ob dieser Tiefpunkt das Ende der Korrektur darstellt oder lediglich eine Pause vor einem weiteren Rückgang war.
Markt folgt weitgehend früherem Fahrplan
Der jüngste Bericht von BIT baut auf einer Analyse vom 12. Juni auf, in der argumentiert wurde, dass Bitcoin die letzte Phase seines Bärenmarktes erreicht habe. Damals skizzierte die Firma ein Elliott-Wellen A-B-C-Korrekturmuster, das einen anfänglichen Ausverkauf in den Bereich von $60.000 bis $69.000, eine Erholung auf $80.000 bis $90.000 und einen abschließenden Rückgang während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 vorsah, die am 19. Juli endet.
Diese Prognose hat sich größtenteils bewahrheitet. Bitcoin fiel zunächst von etwa $97.000 auf $62.900 im Februar dieses Jahres, bevor es sich im Mai auf etwa $82.000 erholte. Dies wurde im Bericht als "Gegenbewegung innerhalb eines Bärenmarktes" beschrieben. Anschließend fiel der Kurs weiter und erreichte Ende Juni $57.700, nachdem geopolitische Spannungen und veränderte Erwartungen an die US-Geldpolitik die Risikowerte belasteten.
Im Update vom 17. Juli räumte BIT ein, dass der Einfluss des Konflikts zwischen den USA und Iran, der die Inflation stärker als erwartet ansteigen ließ, sowie die restriktive Haltung des neuen Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, unterschätzt wurden. Dennoch sagte die Firma, dass die breitere Preisstruktur weitgehend ihrem ursprünglichen Ausblick entsprach.
Der frühere Bericht hatte auch auf mehrere technische Signale hingewiesen, die die Möglichkeit eines Markttiefs unterstützen, darunter historisch gedrückte Stimmung und überverkaufte stochastische Werte. Zudem handelte Bitcoin zu diesem Zeitpunkt deutlich unter seinem wöchentlichen gleitenden Durchschnitt. Das neue Update lenkt nun die Aufmerksamkeit auf den 21-Wochen-Durchschnitt, der als wichtiger Indikator dafür beschrieben wird, ob der Markt in einen längerfristigen Aufwärtstrend übergegangen ist.
Nicht alle sind derselben Meinung
Allerdings sieht nicht jeder in den Charts einen Boden. So schrieb beispielsweise der CryptoQuant-Beitragende IT Tech in einer Notiz mit dem Titel "You really think the bottom is already in?", dass die Bitcoin-ETF-Zuflüsse, die einer der größten Treiber hinter der Rally der Kryptowährung in den letzten zwei Jahren waren, 2026 deutlich zurückgegangen sind.
Im Jahr 2024 betrugen die kumulierten Nettozuflüsse mehr als 500.000 BTC, während 2025 ähnlich starke Zuflüsse von etwa 250.000 BTC verzeichnet wurden. 2026 hingegen haben die Fonds etwa 120.000 BTC verloren, was den Analysten zu der Frage veranlasste:
"If ETF demand drove the rally up, how can you be bullish while that demand reversed completely?"
Laut ihnen sieht der Markt derzeit Gegenwind und keinen Rückenwind.
Zu Beginn dieser Woche lag Bitcoin über der $65.000-Marke, nachdem die US-Verbraucherpreisindexzahlen deutlich niedriger als erwartet ausfielen. Diese Gewinne wurden jedoch schnell von Verkäufern zunichte gemacht, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde die Kryptowährung nahe $63.000 gehandelt, was einem Rückgang von fast 3% innerhalb von 24 Stunden und etwa 2% über eine Woche entspricht. Zudem liegt der Kurs über 50% unter seinem Allzeithoch.

