Israelische Armee intensiviert Angriffe auf Hamas-Ziele im Gazastreifen
Die israelische Armee setzt ihre Angriffe in der Stadt Chan Junis und im Flüchtlingsviertel Al-Magasi im Zentrum des Gazastreifens fort. Nach Angaben des Militärs wurden seit gestern rund 150 Ziele der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen. Besonders in Chan Junis, der größten Stadt im Süden des abgeriegelten Küstenstreifens, sind die israelischen Truppen gegen Hamas-Terroristen vorgegangen und haben Dutzende von ihnen getötet.
In Al-Magasi wurden zudem 15 unterirdische Tunnelschächte entdeckt. Bei weiteren Einsätzen in dem Gebiet fand das Militär auch Raketenwerfer, Drohnen und Sprengsätze. Das Flüchtlingsviertel beherbergt nach Angaben des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge UNRWA mehr als 33.000 Menschen auf einer Fläche von nur 0,6 Quadratkilometern. Die dortigen Straßen sind eng und die Bevölkerungsdichte hoch.
Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind seit Beginn der Kämpfe 23.357 Menschen getötet und fast 59.401 weitere verletzt worden. Diese Zahlen können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) berichtet zudem, dass 1,9 Millionen Menschen im Gazastreifen - rund 85 Prozent der Bevölkerung - ein oder mehrmals vertrieben wurden.
Der Grund für die israelischen Militäreinsätze liegt in dem schlimmsten Massaker in der Geschichte Israels. Am 7. Oktober töteten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen in Israel mehr als 1200 Menschen. Israel geht davon aus, dass noch 136 Geiseln im Gazastreifen festgehalten werden, von denen 25 vermutlich bereits tot sind.
Bei seinem Besuch in Tel Aviv am Dienstag appellierte US-Außenminister Antony Blinken angesichts der Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten an mehr Schutz und Hilfe für die Menschen vor Ort. Es solle vermieden werden, weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung zu fordern, und es müsse mehr humanitäre Hilfe zugelassen werden, so Blinken. (eulerpool-AFX)

