Israel blockiert humanitäre Lieferungen in den Gazastreifen
Im Gazastreifen werden weiterhin dringend benötigte humanitäre Lieferungen blockiert, wie das UN-Nothilfebüro OCHA am Freitag berichtete. Demnach konnten in den ersten elf Tagen dieses Jahres lediglich fünf von 24 geplanten Lieferungen durchgeführt werden. Die israelischen Behörden hätten mehrere Lieferungen zur Aufstockung des Medikamenten- und Materiallagers in der Stadt Gaza abgelehnt. Andere Konvois seien aufgrund von langen Wartezeiten an israelischen Kontrollstellen oder unpassierbaren Routen gescheitert.
Durch die Blockade der Lieferungen fehlt es den Krankenhäusern im Norden des Gazastreifens an ausreichendem Material zur Versorgung von Kranken und Verletzten, warnte OCHA. Die geplanten Konvois sollten neben Medikamenten auch Nahrungsmittel, Trinkwasser und andere lebenswichtige Güter liefern. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge leben im Norden des Gazastreifens noch immer 300.000 bis 400.000 Menschen. Durch die ausbleibende Hilfe sind nicht nur Todesfälle zu befürchten, sondern auch enormes Leid für Hunderttausende von Menschen.
Die Situation im Gazastreifen bleibt somit äußerst besorgniserregend. Die verzögerten Lieferungen gefährden das Wohlergehen und die Gesundheit der Bewohner, insbesondere derjenigen, die auf medizinische Unterstützung angewiesen sind. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die israelischen Behörden ihre Blockade aufheben und den Zugang zu humanitärer Hilfe ermöglichen. (eulerpool-AFX)

