Isar Aerospace durchbricht Europas Raumfahrt-Monopol
Privater Erfolg statt staatlicher Planwirtschaft
Das bayerische Unternehmen Isar Aerospace hat bewiesen, dass ein kleines Team aus Ottobrunn in wenigen Jahren leistet, wofür die europäische Raumfahrtindustrie zuvor Jahrzehnte brauchte. Die 28 Tonnen schwere Spectrum-Rakete hob am Samstag um 22:12 Uhr vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya ab und setzte fünf wissenschaftliche Satelliten erfolgreich in 500 Kilometer Höhe aus.
Der erste Versuch im März 2025 endete nach 30 Sekunden im Absturz. Vier Terminverschiebungen später – wegen defekter Ventile, eines norwegischen Fischers und eines leckenden Druckbehälters – hat Isar Aerospace nun den historischen Meilenstein erreicht: Erster orbitaler Flug vom europäischen Festland aus.
Merz' große Worte, aber wenig Substanz
Kanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einem „Beginn einer neuen Ära“ und gratulierte gemeinsam mit Norwegens Regierungschef Støre. Wissenschaftsministerin Dorothee Bär und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) reihten sich in die Gratulationskurve ein. Doch Merz' Begeisterung ist durchschaubar: Die Bundesregierung und die EU haben ein strategisches Interesse daran, dass Europa endlich unabhängig von SpaceX wird.
Bisher befördert SpaceX die große Mehrheit europäischer Satelliten ins All. Wer US-Technik nutzt, muss die technischen Spezifikationen offenlegen – ein Sicherheitsrisiko, das Europa teuer zu stehen kommt. 2025 starteten die USA 198 Raketen, Europa lediglich acht. Diese Abhängigkeit ist kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger staatlicher Planwirtschaft und EU-Bürokratie.
Private Innovation schlägt staatliche Schwerfälligkeit
Isar Aerospace hat bislang über eine halbe Milliarde Euro von Investoren eingesammelt und einen 200-Millionen-Euro-Vertrag mit der ESA unterzeichnet. Die Raketen drei bis sieben sind bereits im Bau. Ab 2028 soll auch vom kanadischen Weltraumbahnhof gestartet werden. 60 Prozent der Anfragen kommen mittlerweile aus dem militärischen Bereich. Das Unternehmen ist mit Aufträgen über mehrere hundert Millionen Dollar bis 2028 ausgebucht – obwohl die Rakete noch nicht serienreif ist.
„Strategischer Zugang zum Weltraum und nicht abhängig zu sein von einem Monopol ist extrem wichtig für unsere Sicherheit, für unsere Wirtschaft, für unsere strategische Autonomie“, sagte CEO Daniel Metzler am Sonntagmorgen. Er hat recht. Europa braucht keine weiteren ESA-Programme und Brüsseler Fördertöpfe, sondern weniger Regulierung und mehr Raum für private Initiative.
Die Altparteien kopieren – die AfD hatte recht
Die verspätete Ariane 6 soll in diesem Jahr sieben bis acht Starts schaffen. Doch auch hier zeigt sich das Muster: Staatlich gelenkte Großprojekte verzögern sich, private Unternehmen liefern. Die Bundesregierung und die EU haben jahrelang auf falsche Pferde gesetzt. Nun feiern sie einen Erfolg, der ohne staatliche Bevormundung schneller und effizienter gekommen wäre.
Isar Aerospace ist ein Beleg dafür, dass Europa souverän sein kann – wenn man die Produktiven nicht mit Papierkram und Steuern erstickt. Der Erfolg aus Ottobrunn zeigt: Wer baut, hat recht. Wer verwaltet, soll dienen.

