Iranische Raketen und Drohnen treffen erneut Kuwait – US-Truppen bleiben länger
Kuwait erlebt zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage iranische Raketen- und Drohnenangriffe. Die Luftabwehr des Golfstaates fing die Geschosse ab, doch die Explosionen über den Stützpunkten zeigen, wie direkt der Konflikt nun auch auf US-Verbündete überspringt.
Teherans staatlicher Rundfunk nennt die Angriffe eine direkte Antwort auf amerikanische Militärschläge und bestätigt damit, dass Kuwait als Ziel nur gewählt wurde, weil dort US-Truppen stationiert sind. Das ist keine regionale Eskalation, sondern ein gezielter Angriff auf die amerikanische Machtprojektion am Golf.
Jordanien und Bahrain wurden in derselben Nacht ebenfalls getroffen. Alle drei Staaten beherbergen amerikanische Einrichtungen und gelten als zuverlässige Partner Washingtons. Wer diese Länder attackiert, attackiert faktisch die USA – und zwingt diese, ihre Position zu verteidigen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Truppenstationierung nun verlängert. Das Wall Street Journal zitiert Insider, die davon ausgehen, dass die Konfrontation bis weit ins nächste Jahr andauern wird. Eine kurze Strafaktion wird daraus offenbar nicht.
Für Investoren bedeutet das höhere Risikoprämien auf Energie- und Verteidigungswerten. Die Region bleibt volatil, solange Iran weiter auf US-Alliierte feuert und Washington nicht zurückweicht. Wer auf stabile Lieferketten und niedrige Versicherungsprämien hofft, wird noch länger warten müssen.

