Iran feuert auf US-Stützpunkte in Jordanien – Eskalation im Kampf um die Straße von Hormus
Eskalation ohne Tabus
Der Iran hat mit einer koordinierten Drohnen- und Raketensalve zwei US-Stützpunkte in Jordanien angegriffen. Teheran nennt den Angriff Vergeltung für einen amerikanischen Präventivschlag gegen Raketenabschussrampen auf der Insel Larak im Golf. Zwei Menschen starben, zwei weitere wurden verletzt – und technische Infrastruktur wurde zerstört.
Öl, Macht und Enge
Die Insel Larak liegt unmittelbar an der Straße von Hormus, durch die täglich ein Fünftel des globalen Rohöls fließt. Wer diese Meerenge kontrolliert, kontrolliert den Sauerstoff der Weltwirtschaft. Die USA haben klargestellt, dass sie iranische Versuche, Minen in der Passage zu versenken, nicht dulden. Der Iran wiederum testet, wie weit er gehen kann, ohne eine volle amerikanische Antwort auszulösen.
Jordanien als Schachbrett
Jordanien hat acht der anfliegenden Raketen abgefangen. Kein Einschlag, keine zivilen Opfer – doch das Königreich ist nun offiziell Teil des Konflikts. Jeder weitere Angriff auf US-Einrichtungen in Jordanien wird nicht nur Washington, sondern auch Amman betreffen.
Was für Investoren zählt
Ölpreise reagieren auf jede Eskalation in der Region mit Aufschlägen. Wer Rohstoffe, Versicherungen oder Schifffahrtsaktien hält, sollte die Nachrichtenlage stündlich prüfen. Eulerpool-Daten zeigen bereits, dass Futures auf Brent-Rohöl seit der ersten US-Attacke Ende Juli um mehr als zwölf Prozent gestiegen sind.
Die eigentliche Frage
Wie lange dulden die Vereinigten Staaten, dass ein ideologisches Regime ihre Truppen und die Weltölversorgung bedroht? Jede weitere Eskalation wird nicht nur geopolitisch, sondern auch wirtschaftlich teuer – und zwar für alle, die auf stabile Energiepreise angewiesen sind.

