Intensive Vorbereitungen am Grenzübergang Rafah: Hoffnung auf humanitäre Hilfe
Die Vorbereitungen zur Wiederöffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen nehmen an Fahrt auf, während die Aussicht auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas neue Hoffnung auf humanitäre Unterstützung schürt.
Laut ägyptischen Sicherheitsquellen sind umfangreiche Aktivitäten im Gange, um die Infrastruktur des Grenzübergangs, einschließlich Straßen und Gebäude, wieder zu ertüchtigen. Zahlreiche Lastwagen stehen bereits bereit, um gegebenenfalls benötigte Hilfsgüter in den Gazastreifen zu transportieren.
Seit Mai letzten Jahres unterliegen die Bewegungen am Übergang der Kontrolle der israelischen Armee. Die lange Schließung hat die humanitären Herausforderungen für die Bevölkerung extrem verschärft.
In der Region Nord-Sinai treffen Krankenhäuser Vorbereitungen, um verletzte Palästinenser aufzunehmen. Gesundheitsbehörden gaben an, dass ab Samstag rund 50 Krankenwagen zum Grenzübergang entsandt werden sollen.
Der vereinbarte Waffenstillstand beinhaltet das verstärkte Wiederaufnehmen von Hilfsgütertransporten aus Ägypten. Der Ägyptische Rote Halbmond hat etwa 600 Lastwagen mit Hilfsgütern für den Transport nach Gaza vorbereitet.
Eine endgültige Zustimmung aus Israel zu der ausgehandelten Vereinbarung steht allerdings noch aus, und es bleibt unklar, ob die Waffenruhe wie geplant am Sonntag in Kraft treten kann. Auch am Freitag war der Grenzübergang Kerem Schalom aus Israel nicht für Hilfslieferungen geöffnet.
Die humanitäre Lage im Gazastreifen bleibt prekär und hat sich durch die jüngeren militären Auseinandersetzungen erheblich verschlechtert, mit über 90 Prozent der Bevölkerung in Nöten.

