"Indiens Warren Buffett": Milliarden-Investor Rakesh Jhunjhunwala gestorben

Erst kürzlich ist der Selfmade-Milliardär Rakesh Jhunjhunwala in Indien verstorben. Den "Warren Buffett Indiens" zeichnete jedoch nicht nur sein Erfolg am Aktienmarkt aus, sondern auch sein soziales Engagement.
• Rakesh Jhunjhunwala wird im Jahr 2008 zum Milliardär
• Jhunjhunwala galt als einer der beeindruckendsten Philanthropen Indiens
• Investor stirbt im Alter von nur 62 Jahren und hinterlässt seine Frau und drei Kinder

Rakesh Jhunjhunwala: Indiens Warren Buffett

Das Interesse am Aktienmarkt entwickelte Rakesh Jhunjhunwala, der oft der Warren Buffett Indiens genannt wurde, als er seinen Vater mit seinen Freunden darüber diskutieren hörte. Und schon während seines Studiums am Institute of Chartered Accountants of India hat Jhunjhunwala damit begonnen, am Aktienmarkt zu experimentieren, wie der Business Standard erklärt. Nach seinem Studium entschloss er sich schließlich an die Dalal Street zu gehen. Seinen ersten großen Erfolg erzielte Jhunjhunwala im Jahr 1986, als er 5.000 Aktien von Tata Tea kaufte und die Aktie innerhalb von drei Monaten auf mehr als das Dreifache stieg. Damit hatte er also mehr als das Dreifache an Gewinn erzielt. Im Laufe seines Lebens investierte Jhunjhunwala weiter erfolgreich in Aktien wie zum Beispiel Titan, CRISIL, Sesa Goa, Praj Industries und Aurobindo Pharma, was dazu führte, dass er seit dem Jahr 2008 dem exklusiven Club der Selfmade-Milliardäre angehörte. Das Forbes Magazine schätzt sein Vermögen auf 5,8 Milliarden US-Dollar (Stand: 05.04.2022). Damit rangierte er unter der Forbes-Liste der Milliardäre auf dem 438. Platz, unter den reichsten Menschen in Indien schaffte er es jedoch sogar auf Platz 36.

Rakesh Jhunjhunwalas Leben

Rakesh Jhunjhunwala wurde am 5. Juli 1960 geboren und wuchs als Sohn eines Einkommenssteuerbeamten in Mumbai auf. Wie Forbes berichtet, führte der Selfmade-Milliardär mit seiner Vorliebe für Single Malts und Zigarren ein King-Size-Leben. Demnach soll er auch ein 13-stöckiges Herrenhaus im Süden von Mumbai als sein neues Zuhause erbaut haben. Zudem war Jhunjhunwala ein Film-Fan, weshalb er einige Bollywood-Filme wie English Vinglish und Ki & Ka produzierte. Sein Leben zeichnete sich jedoch nicht nur durch seinen Erfolg am Aktienmarkt und seinen Lebensstil aus. Jhunjhunwala gehörte in Indien außerdem zu den bemerkenswerten Philanthropen des Landes. Er gab nicht nur an, dass er 25 Prozent seines Vermögens zu Lebzeiten verschenken wolle, er war auch Gründer seiner eigenen Stiftung und Gründer und Treuhänder der Ashoka University, einer Schule für freie Künste. Dazu war er auch ein regelmäßiger Spender der Agastya International Foundation, die den Armen naturwissenschaftliche Bildung bietet. Im Jahr 2020 schaffte es Jhunjhunwala sogar auf die Liste der Heroes of Philanthropy von Forbes Asia. "Als ich 2008 Milliardär wurde, interessierte sich mein Vater nicht für mein Vermögen, sondern dafür, wie viel ich verschenken würde," erklärte er damals.

Jhunjhunwala stirbt im Alter von 62 Jahren

Wie nun Market Watch unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Press Trust of India berichtet, verstarb Jhunjhunwala am 14. August 2022 in Mumbai im Alter von 62 Jahren. Die Trauerfeier wurde von dem indischen Premierminister Narendra Modi geleitet, der seine Anteilnahme auch via Twitter mitteilt. "Rakesh Jhunjhunwala war unbezwingbar. Voller Lebensfreude, Witz und Einsicht hinterlässt er einen unauslöschlichen Beitrag zur Finanzwelt. Er war auch sehr leidenschaftlich über den Fortschritt Indiens. Sein Ableben macht traurig. Mein Beileid an seine Familie und Bewunderer. Om Shanti", so Modi.

Über die genaue Todesursache ist derzeit von offizieller Seite nichts bekannt, jedoch soll Jhunjhunwala mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen gekämpft haben. Bei seinem letzten Projekt, der Gründung der Billigfluglinie Akasa Air, die erst kürzlich ihren ersten Flug durchgeführt hat, wurde Jhunjhunwala in einem Rollstuhl gesehen. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

E. Schmal/

Konjunktur/Wirtschaft
[finanzen.net] · 17.08.2022 · 21:47 Uhr
[0 Kommentare]
 
Nordkorea feuert erneut Raketen ab
Seoul/Tokio (dpa) - Ungeachtet starker Proteste hat Nordkorea seine Serie von Raketentests […] (07)
Miriam Steimer darf nach China
Bild: Quotenmeter Bereits seit Frühjahr dieses Jahres ist Miriam Steimer, geboren im Jahr 1987, als […] (00)
Kourtney Kardashian hatte Angst vor Beziehung mit Travis Barker
Kourtney Kardashian, Travis Barker
(BANG) - Kourtney Kardashian zögerte anfangs davor, Travis Barker zu daten. Die Reality-TV-Darstellerin […] (00)
Akquisition von DoorBird durch Assa Abloy
Die Assa Abloy Gruppe hat 100 Prozent der Anteile der Bird Home Automation GmbH übernommen. Ziel ist es, […] (00)
 
 
Suchbegriff

Diese Woche
06.10.2022(Heute)
05.10.2022(Gestern)
04.10.2022(Di)
03.10.2022(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News