Ich will Spaß, ich geb’ mit Grid Gas!
 --- Entwickler Codemasters spricht bei dem Renner von einer Mischung aus Arcade-Fahrspaß und Renn-Simulation. Wir erklären, was euch in dieser Arcadelation erwartet. --- 

Pures Rennen

Die Entwickler von Codemasters verzichten bewusst auf einen größeren Simulationsansatz. Motoren-Tuning und tiefergehende Feineinstellungen eurer Bolliden findet ihr hier nicht. Stattdessen fokussiert sich der Titel auf arcade-lastige Rennszenarien, die temporeich und actiongeladen sind. Das ist gut für eine schnelle Runde zwischendurch.

Ein Hauch Realismus

Dennoch solltet ihr kein simples Spaßrennen erwarten. Eure Fahrzeuge reagieren recht genau auf eure Befehle, zuviel Gas in der Kurve und ihr landet fix im Kiesbett. Verschiedene Wetterbedingungen wie Regen oder schlechtere Sicht bei Nacht verändern merklich das Fahrgefühl. Zum Glück gibt es bei Bedarf eine Rückspulfunktion, um verpatzte Abschnitte noch einmal zu versuchen.

Außer Rennen nix zu sehen

Der spielerische Umfang beschränkt sich leider ausschließlich auf Rennen. Spezielle Szenarien wie Verfolgungsjagden sucht ihr vergebens. Ebenso vermissen wir dieses gewisse Extra an Präsentation in den Menüs. Gerade in der Karriere macht sich das bemerkbar, nach einem Rennen folgt ohne Umschweife das nächste. Ein bisschen mehr Drumherum wäre schön gewesen.

Große und doch kleine Auswahl

Das Angebot an Autos bietet euch zwar mehrere Fahrzeugtypen, insgesamt fällt die Größe des Fuhrparks dennoch recht überschaubar aus. Ebenso die reine Rennstreckenzahl, welche durch Variationen der 12 Haupt-Schauplätze und verschiedene Witterungen allerdings gesteigert wird. Weitere Fortbewegungsmittel gibt es per DLC. Insgesamt passt der Umfang zu einem Arcade-Racer.

Nemesis-System für mehr Action

Die besondere Würze bekommt der Racer durch die verschiedenen KI-Fahrer und deren Einstellung zu euch, genannt Nemesis-System. Fahrt ihr ordentlich, bleiben sie ebenfalls recht rücksichtsvoll im Positionskampf. Mimt ihr aber den Pistenrambo und versucht euch permanent im Stoßstangentango mit den Kontrahenten, werden sie zusehends aggressiver, sind schwerer zu überholen und rempeln euch auch mal rigoros von der Strecke.

Rückspiegel Stop-and-Go

Technisch bewegt sich der Renner auf solidem Niveau. Die Grafik bietet euch malerische Sonnenuntergänge, dichten Regen und finstere Nächte. Auf wechselndes Wetter während eines Rennens wurde verzichtet. Der Motorensound klingt gerade in der Cockpitansicht satt und dröhnend. Nur solltet ihr besser keinen Blick in den Rückspiegel werfen, hier ruckelt’s ordentlich.

Fazit

Der Racer verzichtet auf tiefergehende Mechaniken einer Sportsimulation. Allerding handelt es sich nicht um reine Arcade-Action, ihr müsst weiterhin euer Fahrzeug gefühlvoll steuern und dürft nicht unbeschwert aufs Gas treten. Das Nemesis-System sorgt für spannende Rennverläufe gegen eure KI-Kontrahenten. Wir drehen gerne zwischendurch ein paar Runden, auch wenn der mangelnde Umfang eine längere Motivation erschwert.

Games / Review / PC / PlayStation / Xbox / Grid
[game-dna.de] · 15.10.2019 · 10:52 Uhr
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