Huthi fordern britische und US-amerikanische Mitarbeiter zur Ausreise aus dem Jemen auf
Die proiranische Miliz Huthi hat britische und US-amerikanische Mitarbeiter der Vereinten Nationen und anderer Hilfsorganisationen aufgefordert, aus den von ihnen kontrollierten Gebieten im Jemen auszureisen. Als Reaktion auf die wiederholten Angriffe der USA, Großbritanniens und weiterer Verbündeter auf Huthi-Ziele im Land erging die Aufforderung, die von den Huthi kontrollierte Hauptstadt Sanaa innerhalb eines Monats zu verlassen.
Staatsangehörige, deren Länder nicht an den Angriffen beteiligt seien, dürfen laut den Huthi im Land bleiben. Die Vereinten Nationen bestätigten den Eingang eines entsprechenden Schreibens. Ein UN-Sprecher in New York betonte jedoch, dass jede Aufforderung an UN-Mitarbeiter, ein Land aufgrund ihrer Nationalität zu verlassen, unvereinbar mit dem Regelwerk der UN sei. Es behindere die Erfüllung des Mandats der UN und die Unterstützung aller Menschen im Jemen. Der Sprecher appellierte an die Verantwortlichen, sicherzustellen, dass die UN-Mitarbeiter ihre Arbeit weiterhin ausführen könnten.
Der Konflikt im Jemen spitzt sich weiter zu. Seit Beginn des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi immer wieder Frachter mit angeblicher israelischer Verbindung im Roten Meer an. Als Reaktion darauf hatten die USA und Großbritannien mit Unterstützung von Verbündeten Militärschläge gegen die Miliz im Jemen durchgeführt. Inzwischen gehen die militant-islamistischen Huthi jedoch weiterhin aktiv gegen Schiffe im Roten Meer vor.
Diese Entwicklung stellt die internationale Gemeinschaft vor ernsthafte Herausforderungen und verdeutlicht die zunehmend komplexen Beziehungen im Nahen Osten. Die Sicherheit der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und der Schutz der Menschen im Jemen müssen weiterhin gewährleistet werden. (eulerpool-AFX)

