Hunderte Ärzte sollen Millionen durch Abrechnungsbetrug erschwindelt haben
16. Januar 2011, 10:27 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts) - In jahrelangen Ermittlungen hat die Kölner Staatsanwaltschaft einen Abrechnungsbetrug durch Ärzte aufgedeckt. Oberstaatsanwalt Günther Feld sagte dem Magazin "Focus", das Mammutverfahren führe 360 niedergelassene Mediziner als Beschuldigte auf. Mit künstlich aufgeblähten Rechnungen sollen die Ärzte über Speziallaborleistungen bei Patienten und Krankenkassen mindestens zwei Millionen Euro erschwindelt haben.
Laut Feld könnte die tatsächliche Schadenssumme "auch höher liegen". Die Ermittlungen seien "noch längst nicht abgeschlossen." Im Kern gehe es um weit überhöhtes Inkasso bei Spezial-Untersuchungen. Die verdächtigen Mediziner sollen etwa bei Blut- oder Urintests das 15-fache der tatsächlich entstandenen Laborkosten draufgesattelt und illegal üppige Gewinne eingestrichen haben.
Laut Feld könnte die tatsächliche Schadenssumme "auch höher liegen". Die Ermittlungen seien "noch längst nicht abgeschlossen." Im Kern gehe es um weit überhöhtes Inkasso bei Spezial-Untersuchungen. Die verdächtigen Mediziner sollen etwa bei Blut- oder Urintests das 15-fache der tatsächlich entstandenen Laborkosten draufgesattelt und illegal üppige Gewinne eingestrichen haben.

