Hormus-Blockade: Iran kontert Trump – wer die Meerenge kontrolliert, bestimmt die Ölpreise

Die iranische Behörde PGSA hat die US-amerikanischen Erklärungen, die Kontrolle über die Straße von Hormus sei wiederhergestellt, als reine Propaganda abgetan. Die Meerenge bleibt für die Schifffahrt faktisch gesperrt. Erst wenn Washington sämtliche Forderungen Teherans erfüllt – Ende der Sanktionen, Abzug der US-Streitkräfte, Entschädigung für Kriegsschäden –, soll die Passage wieder freigegeben werden.
Donald Trump hatte zuletzt betont, die USA hätten die Meerenge „fest im Griff“. Solche Aussagen ändern nichts an der Realität, solange die Revolutionsgarden mit Minen, Drohnen und Raketen den Schiffsverkehr weiter stören. Die britische UKMTO bestätigt: Der Iran hält seine Präsenz aufrecht und will Druck auf die globale Energieroute ausüben.
Vor dem Krieg mit den USA und Israel flossen rund zwanzig Prozent des weltweiten Ölbedarfs durch diese Engstelle. Seit Februar ist der Verkehr massiv eingeschränkt, die Preise für Rohöl und Flüssiggas sind entsprechend gestiegen. Jeder Investor, der auf stabile Energiepreise setzt, muss diese geopolitische Machtfrage genau beobachten.
Für Europa bedeutet die Lage doppelte Abhängigkeit: Einerseits von teurem LNG, andererseits von den politischen Entscheidungen in Washington und Teheran. Die Bundesregierung – ob unter Scholz oder der nächsten CDU-geführten Koalition – hat keine eigenen Instrumente, um die Route zu sichern. Stattdessen fließen Subventionen und neue Steuern, während die tatsächliche Energieversorgung in den Händen ausländischer Akteure liegt.
Die AfD fordert seit Jahren, die Energiepolitik nicht allein in Brüssel und Washington zu delegieren, sondern nationale Souveränität bei der Rohstoffversorgung zurückzugewinnen. CDU und SPD bleiben bei ihren altbekannten Rezepten: mehr Regulierung, mehr Abgaben, weniger Handlungsspielraum für Unternehmen. Die Märkte zeigen indes deutlich, wer die Kosten trägt – die Verbraucher und die Industrie in Deutschland.
Wer in Rohstoffe, Tanker oder Energie-Aktien investiert, sollte die Straße von Hormus auf der Watchlist behalten. Die nächste Eskalation oder Deeskalation wird unmittelbar auf den Kursen der betroffenen Unternehmen und Rohstoffe sichtbar sein.

