Home Depot-Aktie gibt nach: Höhere Personalkosten drücken Gewinn bei Home Depot - Prognose gestrichen

Für sein Erstquartal bis zum 5. Mai wies Home Depot einen Nettogewinn von 2,25 Milliarden US-Dollar bzw 2,08 Dollar je Aktie aus, nach 2,51 Milliarden Dollar oder 2,27 Dollar je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Factset-Konsens Home Depot einen Nettogewinn von 2,30 Dollar je Aktie zugetraut. Der Umsatz kletterte unterdessen auf 28,26 Milliarden Dollar von zuvor 26,38 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 27,56 Milliarden Dollar.

Home-Depot-CEO Craig Menear sieht seinen Konzern in der Krise gut gerüstet. Man habe sich dank der robusten und flexiblen vernetzten Infrastruktur schnell auf veränderte Kundenpräferenzen anpassen können, so Menear. Als Grund für die höheren Personalkosten führte der Manager an, Mitarbeiter, die nach Stunden bezahlt werden, hätten eine bezahlte Freistellung gewährt bekommen und auch die Wochenprämien seien weiter gezahlt worden. Auch habe Home Depot die Bezahlung der Überstundenzuschläge verdoppelt und die Leistungen für die Pflege von Angehörigen ausgeweitet. Alles in allem bezifferte Home Depot den Aufwand aus diesen Maßnahmen auf 850 Millionen Dollar vor Steuern.

Das Unternehmen zog seine Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr mit der Begründung zurück, wegen der Pandemie gebe es anhaltende Unsicherheiten.

Home Depot schwach nach Zahlen - Allerdings Rekordhoch am Vortag

Die Aktien von Home Depot haben am Dienstag an der NYSE unter enttäuschenden Quartalszahlen gelitten. Im schwächelnden US-Leitindex Dow Jones Industrial zählten sie mit zeitweise minus 12,93 Prozent auf 238,16 US-Dollar zu den schwächsten Werten. Am Vortag jedoch hatte das Papier bei 248,32 Dollar noch den höchsten Stand seiner Geschichte erklommen.

Die Baumarktkette zog wegen der Corona-Krise ihre Jahresziele zurück und blieb im abgelaufenen ersten Quartal trotz starker Erlöse bei der Ertragskraft hinter den Erwartungen zurück. Es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass Home Depot mit seinen Ergebnissen enttäuschte. Wie Analyst Michael Pohn von der DZ Bank urteilte, verfehlte das Quartalsergebnis die "ohnehin zu optimistischen Markterwartungen" deutlich. Er sieht erhebliche konjunkturelle Risiken als unmittelbare Folge der Viruskrise und kappte daher nun seine Schätzungen und auch den fairen Wert für Home Depot. Sein Anlageurteil bekräftigte er mit "Verkaufen".

DJG/DJN/cbr/mgo

NEW YORK (Dow Jones) / NEW YORK (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 19.05.2020 · 22:14 Uhr
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