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"Höchster Alarmzustand": Abstufung lässt Tesla-Aktie abrauschen

Tesla-Chef Elon Musk hat seinem Elektroautobauer einmal mehr ambitionierte Ziele verordnet. Nach schwachen Zahlen in der ersten Jahreshälfte mit mehr als 700 Millionen US-Dollar Verlust in den Büchern hat der Unternehmer versprochen, in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Gewinnzone zu vorzustoßen.

Analysten zweifeln an Zielerfüllung

Doch immer mehr Analysten nehmen die Aussagen des umtriebigen Konzernchefs mit Skepsis zur Kenntnis. Jüngstes Beispiel: Das Analysehaus Wedbush, das Zweifel daran anmeldet, dass Tesla tatsächlich 2019 profitabel werden kann. Schon die Produktionsprognose zum Jahresende zu erfüllen, sei eine "Herkulesaufgabe", so Wedbush-Analyst Dan Ives in einem Anlegerkommentar.

Bei Tesla sollen bis zum Ende des Jahres zwischen 360.000 und 400.000 Fahrzeuge vom Band laufen, Ives geht eher davon aus, dass die tatsächliche Produktionszahl "im besten Fall" bei 360.00 bis 370.000 Fahrzeugen liegen dürfte, für am wahrscheinlichsten hält der Experte, dass zum Jahresende zwischen 340.000 und 355.000 Autos die Fabriken verlassen haben werden. Zur Begründung zieht der Analyst die jüngsten Nachfrageindikationen heran.

Unverständnis für Expansion

Der Wedbush-Experte zeigt sich angesichts der prekären Situation des Elektroautobauers verwundert darüber, dass das Unternehmen in vielen Bereichen expandieren will, statt den Fokus auf das Autogeschäft zu legen. "Inmitten einer 'Code-Red-Situation' bei Tesla expandieren Musk & Co. in Versicherungs-, Robotertaxi- und andere Science-Fiction-Projekte, statt sich darauf zu konzentrieren, die Kernnachfrage nach dem Model 3 zu stärken und sein Geschäftsmodell zu vereinfachen. Die Kostenstruktur ist unserer Meinung nach bei starkem Gegenwind sehr hoch", so der Experte weiter.

Kursziel gesenkt - Aktie rutscht ab

Die Sorge, dass sich Tesla verzetteln könnte und den Fokus verliert, hat den Analysten dazu veranlasst, das Kursziel kräftig zu reduzieren. Statt 275 US-Dollar traut Ives der Tesla-Aktie nun nur noch 230 US-Dollar zu.

Offenbar teilen viele Anleger die Sorge des Wedbush-Analysten, denn die Tesla-Aktie rutschte im NASDAQ-Handel zwischenzeitlich 5,03 Prozent tiefer auf 200,41 US-Dollar und markierte damit ein neues Mehrjahrestief. Am Ende ging die Aktie mit einem Abschlag von 2,69 Prozent bei 205,36 Dollar aus dem Handel. Bereits am Freitag hatte der Anteilsschein 7,6 Prozent verloren - innerhalb der letzten zwölf Monate hat die Aktie rund ein Viertel an Wert eingebüßt.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 20.05.2019 · 22:05 Uhr
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