Hitman 3 im Test: Die Welt der Attentate geht zu Ende
Doch der Wiederspielwert bleibt erhalten.

Die “Welt der Attentate” von IO Interactive ist mit Hitman 3 nun beendet. Die Trilogie, die 2016 mit Hitman ihren Anfang machte, brachte uns einige der besten Level im gesamten Hitman-Universum. Hitman 3 knüpft mit seinen Mechaniken an die beiden Vorgänger an, hat jedoch auch ein paar Neuerungen im Gepäck.

Das Ende einer Ära

Hitman 3 führt die Geschichte aus den ersten beiden Teilen fort. Diese ist nun aber ein wesentlich wichtigerer Aspekt des Spiels. Im Laufe der Handlung werden die einzelnen Missionen stetig „persönlicher“, und Agent 47 schließt nicht mehr nur irgendwelche Aufträge ab, die ihm von der ICA zugewiesen wurden.

Hier beschäftigt sich das Spiel ebenfalls mit den eher düsteren Aspekten von Agent 47. Ein „unaufhaltsamer Killer“, der weder eine Form von Moral noch Reue zeigt.

Doch was bleibt übrig, wenn er irgendwann keine Ziele mehr hat? Hitman 3 ist der geschichtliche Höhepunkt der Trilogie, und die einzelnen Missionen reflektieren dies auf eine wunderschöne Art und Weise.

In der Dubai-Mission wimmelt es nur so vor reichen Personen und bewaffneten Wachen.

Ein perfekter Absch(l)uss

Hitman 3 bietet einige der kreativsten Level der Reihe. Eine geheimnisvolle Villa voller Geheimgänge mitten in England, in der Agent 47 einen mysteriösen Mord aufklären kann, oder ein Club in Berlin, in dem 47 feindliche Attentäter ausschalten muss, bevor sie ihn erwischen.

Auch die gewohnten, glamourösen Level lassen sich in Hitman 3 finden. In Dubai befindet man sich im höchsten Gebäude der Stadt, voller reicher Menschen und zahlreichen Wachposten. Hier gibt einem das Spiel alle Optionen, seine Ziele zu täuschen, Fallen aufzustellen, und einfach ein Attentäter zu sein.

Von der Leine gelassen

Insgesamt hält Hitman 3 den Spieler nicht mehr so sehr an der Hand, wie dies noch in Vorgängern der Fall war. In Hitman 1 und 2 waren beispielsweise durchschnittlich zehn Missionsgeschichten pro Level im Menü sichtbar, welche der Spieler einfach auswählen konnte und im Anschluss den Symbolen folgte. In Hitman 3 sind pro Mission entweder drei, oder gar keine Missionsgeschichten im Menü vorhanden. Das heißt nicht, dass es nicht mehr davon gibt, sondern, dass der Spieler diese selbst entdecken muss.

Das Grafikupgrade von Hitman 3 kommt in der regnerischen Stadt Chongqing perfekt zur Geltung.

Stealth-Gameplay der Meisterklasse

IO Interactive sind mittlerweile Experten im Kreieren von Stealth-Passagen. In Dubai gibt es beispielsweise die Situation, dass sich Agent 47 eine Schlüsselkarte besorgen muss. Die richtige Person dafür ist auch gleich um die Ecke. Vor ihr steht jedoch ein weiterer NPC, der am Fenster ein Telefonat führt. Dieser kann leider durch die Verkleidung von 47 sehen, könnte sich also als Bedrohung entpuppen.

Man hat jedoch gerade genug Zeit, sich die Schlüsselkarte zu schnappen, den Körper zu verstecken, und zurück in den Ausgangsraum zu gehen, bevor das Telefonat beendet wird. Dieser ist nur einer der dynamischen Stealth-Momente, die IO perfekt in ihr Spiel integriert.

Unbemerkt an die Schlüsselkarte zu gelangen ist gar nicht so schwer, wie es scheint.

Foto-Modus mal anders

Hitman 3 hat die Grafik noch mal um einiges aufgehübscht und bedient sich dem verfeinerten Gameplay aus Hitman 2. Es gibt jedoch auch ein paar Neuerungen. Beispielsweise die Kamera, welche Agent 47 immer in seinem Inventar hat, egal was man dem Agenten in der Missionsplanung mitgibt.

Die Kamera fungiert sowohl als Foto-Modus, als auch als Scanner, mit dem man elektronische Geräte hacken kann. So kann man beispielsweise Türen und Fenster öffnen, oder sich Informationen aus einem Laptop beschaffen. Die Kamera wirkt jedoch im Großen und Ganzen etwas deplatziert und passt nicht wirklich in das Hitman-Universum. Allzu oft wird diese auch nicht verwendet, wodurch sie schnell in Vergessenheit gerät.

Das Hacken mit der Kamera erinnert ein wenig an Watch Dogs.

Als Gesamtpaket ein Muss

Hitman 3 ist an sich nicht einfach nur Hitman 3. Spieler, die bereits die anderen Teile gekauft haben, können auch die Missionen der ersten beiden Teile in Hitman 3 spielen. Und das in verbesserter Grafik und mit verfeinerten Gameplay.

Jeder, der Hitman 1 und 2 noch nicht besitzt, kann die Missionen über einen Pass im Store des Spiels erwerben. Hitman 3 liefert den Abschluss der Geschichte von Agent 47, und ist sozusagen das „ultimative“ Hitman. Die Gesamtheit der „Welt der Attentate“ ist definitiv eines der besten Stealth-Games, das je gemacht wurde.

Games / Nintendo Switch / PC / PlayStation / Stadia / Xbox / Hitman 3
[game-dna.de] · 23.01.2021 · 14:55 Uhr
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