Hessische SPD-Rebellin Tesch will weiterkämpfen

Silke Tesch
Silke Tesch am Donnerstag vor Verhandlungsbeginn bei der SPD Hessen-Nord in Kassel.
Kassel (dpa) - Die hessische SPD-Rebellin Silke Tesch will sich im Streit um ihren Verbleib in der Partei noch nicht geschlagen geben. Es sei ihr eine «Herzensangelegenheit», weiter der SPD anzugehören, dafür wolle sie kämpfen, bekräftigte die ehemalige hessische Landtagsabgeordnete.

Das Verfahren über einen möglichen Parteiausschluss zieht sich weiter in die Länge. Nach der mündlichen Verhandlung vor der Schiedskommission des SPD-Bezirks Hessen-Nord konnten die Kontrahenten am Donnerstagabend in Kassel weder eine Annäherung noch ein Ergebnis vermelden.

Tesch hatte mit anderen Sozialdemokraten im November 2008 die Wahl von Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin boykottiert. Obwohl die hessische SPD gegen sie bereits eine Rüge verhängt hat, besteht der SPD-Ortsverein Rauschenberg auf einem Ausschluss aus der Partei.

Mit einer Entscheidung ist spätestens in drei Wochen zu rechnen. Egal wie diese lautet - das Verfahren könnte in die Verlängerung gehen. Beide Seiten kündigten an, dass sie den Gang vor das Bundesschiedsgericht nicht scheuen. Die 51-jährige Tesch arbeitet mittlerweile als Koordinatorin der Handwerkskammer Rhein-Main.

Im November 2008 weigerte sich Tesch dann wie die Abgeordneten Jürgen Walter, Carmen Everts und Dagmar Metzger, Ypsilanti zur Ministerpräsidentin einer von der Linken tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung zu wählen. Metzger hatte ihre Bedenken schon früh geäußert; Walter, Everts und Tesch erst einen Tag vor der geplanten Wahl Ypsilantis.

Parteien / SPD / Hessen
06.11.2009 · 12:10 Uhr
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