HeidelbergCement mit Umsatz und Ergebnis über Erwartungen - Aktie an DAX-Spitze

Die Ergebnisbelastung durch die Covid-19-bedingten Umsatzrückgänge habe zu weiten Teilen durch Kosteneinsparungen kompensiert werden können, teilte die HeidelbergCement AG mit.

Auf Basis noch vorläufiger Zahlen lag der Umsatz bei 4,324 Milliarden Euro. Das ist zwar ein Rückgang im Vergleich zu den 4,973 Milliarden Euro, die der Konzern im Vorjahreszeitraum umgesetzt hat. Am Kapitalmarkt werde sei jedoch ein stärkerer Einbruch auf 3,907 Milliarden erwartet worden, teilte die HeidelbergCement AG mit.

Das vorläufige Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen (RCOBD) beträgt den Angaben zufolge 999 Millionen nach 1,05 Milliarden Euro. Hier würden nur 707 Millionen Euro erwartet. Das vorläufige Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) sank auf 652 Millionen von 702 Millionen Euro, übertraf damit aber die Kapitalmarkterwartungen von 357 Millionen Euro deutlich.

HeidelbergCement-Aktie nach starken Eckdaten an DAX-Spitze

Nach starken Kursschwankungen haben sich die Aktien von HeidelbergCement am Dienstagnachmittag nach Eckdaten zum zweiten Quartal an die Spitze des schwachen deutschen Leitindex DAX gesetzt. Zum Handelsschluss kletterten die Papiere um 3,1 Prozent auf 51,68 Euro und erreichten damit das höchste Niveau seit mehr als einem Monat. Der Handel mit den Papieren war auf XETRA kurzzeitig wegen der starken Ausschläge unterbrochen worden.

Im Tageshoch von 52,28 Euro versuchte die Aktie den Sprung über die 200-Tage-Linie, ein viel beachteter Indikator für den längerfristigen Trend. Der Versuch misslang jedoch. Letztmals wurden die Papiere Ende vergangenen Jahres nachhaltig über dieser Trendlinie gehandelt.

Das vorläufige Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen (RCOBD) und der Umsatz liegen nach Angaben des Unternehmens über den Markterwartungen. So sah es in einer ersten Einschätzung auch die Analystin Elodie Rall von der Investmentbank JPMorgan. Der Umsatz habe den Marktkonsens um 11 Prozent überboten und ihre Schätzung sogar um 18 Prozent. Der operative Gewinn liege sogar um mehr als 40 Prozent über der Konsensprognose. Die Expertin vermutete, dass das Unternehmen sich in allen Regionen besser geschlagen haben dürfte als angenommen. Höhere Preise und Kostensenkungen dürften dafür ausschlaggebend gewesen sein.

Die ersten Indikationen der Heidelberger zum zweiten Quartal kamen auch bei den Investoren anderer europäischer Baustoffproduzenten gut an. So verteuerten sich die Papiere der irischen CRH an der Londoner Börse um 2 Prozent. In Zürich gewannen die Aktien von LafargeHolcim 0,63 Prozent.

FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 14.07.2020 · 18:25 Uhr
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