GRENKE sichert Bafin umfassende Kooperation bei Sonderprüfung zu - Sonderprüfung gestartet

Das Unternehmen sieht sich unberechtigten Anschuldigungen eines Shortsellers ausgesetzt und hat diese mehrfach zurückgewiesen.

"Es ist im Interesse der GRENKE AG, ihrer Mitarbeiter, Geschäftspartner und Investoren, dass die im Raum stehenden, haltlosen Anschuldigungen rasch aus der Welt geschafft werden", sagte die Vorstandschefin Antje Leminsky. "Dazu wird auch diese Untersuchung beitragen."

GRENKE hat zudem selbst zwei eigene externe Prüfgutachten in Auftrag gegeben. KPMG wurde bereits am 18. September beauftragt, ein Sondergutachten zu erstellen, das insbesondere die Substanz des Geschäfts untersucht. Zusätzlich sei am 24. September die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton mandatiert, um das Franchise-Geschäft zu überprüfen.

Der Short-Seller Viceroy Research, hinter der der britische Investor Fraser Perring steht, hat GRENKE unter anderem vorgeworfen, dass Übernahmen von Franchisenehmern in den vergangenen zehn Jahren mit verbundenen Parteien ("Related Parties") stattfanden, die nicht offengelegt wurden.

BaFin startet mit Sonderprüfung bei Leasingfirma GRENKE

Die Finanzaufsicht hat eine Sonderprüfung bei der Leasingfirma GRENKE gestartet.

Die Beratungsgesellschaft Mazars habe im Auftrag der BaFin die Untersuchung aufgenommen, teilte GRENKE am Montag mit. Die Behörde bestätigte das. "Wir haben von Anfang an volle Transparenz und selbstverständlich umfassende Kooperation mit den Aufsichtsbehörden zugesagt", sagte GRENKE-Chefin Antje Leminsky. Es sei im Interesse aller, die Vorwürfe des britischen Investors Fraser Perring aus der Welt zu schaffen. Perring wirft dem Konzern aus Baden-Baden in einem umfassenden Report unter anderem Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vor.

GRENKE wehrt sich gegen die Behauptungen des Investors, der als sogenannter Leerverkäufer auf einen Kursverfall der Aktien wettet. Die Titel haben sich seit Beginn der Attacke von Perring vor knapp zweit Wochen nicht erholt, sie kosteten am Montag mit rund 31 Euro noch immer nur halb so viel wie vor der Veröffentlichung der Vorwürfe.

Die BaFin hat bereits angekündigt, wegen des Bilanzskandals beim Zahlungsabwickler Wirecard ganz genau bei GRENKE hinzuschauen. Der Finanzaufsicht wird vorgeworfen, bei der Prüfung von Wirecard versagt zu haben und die Bilanzfälschungen, die zur Insolvenz geführt haben, nicht früher erkannt zu haben. Bei GRENKE liegt der Fall anders. Während die BaFin bei Wirecard nur Kontrolle über die Wirecard Bank hatte, steht GRENKE voll unter der Aufsicht der Bonner Behörde.

FRANKFURT (Dow Jones) / Frankfurt (Reuters)

Nebenwerte
[finanzen.net] · 28.09.2020 · 17:24 Uhr
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