GMO warnt Anleger: Investmentfirma von Börsen-Guru Jeremy Grantham sieht schwarz für Aktien und Anleihen

• Rekordfahrt am US-Aktienmarkt
• Jeremy Grantham und GMO sind jedoch extrem pessimistisch
• Anlegern drohen herbe Verluste

An den Börsen herrscht derzeit Rekordstimmung, doch glaubt man GMO und ihrem bekannten Mitgründer Jeremy Grantham, dann wird sich das Blatt mittelfristig gewaltig wenden. Egal ob große US-Konzerne, kleine US-Firmen, internationale Aktien, US-Bonds oder internationale Anleihen, sie alle werden über die nächsten sieben Jahre real - d.h. unter Berücksichtigung der Inflation - Verluste erleiden, glaubt man laut "MarketWatch" bei GMO.

Die größten Verluste werden mit jährlich 8,0 bzw. 8,5 Prozent für Aktien großer US-Unternehmen, wie sie im S&P 500 zu finden sind, sowie für US-Small-Caps, etwa aus dem Russell 2000, prognostiziert. Sollte GMO damit recht behalten, dann würde dies für die betroffenen Anleger bedeuten, dass sie bis 2028 inflationsbereinigt rund die Hälfte ihres Vermögens verlieren würden.

GMOs Pessimismus sagte Börsencrashs voraus

Die in Boston ansässige GMO gilt als extrem vorsichtig bei der Geldanlage. Dies hat zur Folge, dass die düsteren Prognosen der Investmentfirma inzwischen von vielen Marktteilnehmern oftmals nur mit einem Augenrollen quittiert werden. Und tatsächlich haben sich die pessimistischen Vorhersagen nicht immer bewahrheitet.

Doch andererseits gehörte GMO zu den wenigen Firmen, welche die Börsencrashs 2000-2003 sowie 2007-2009 prophezeiten. Auch damals hatten Skeptiker über die Pessimisten bei GMO gelacht. Dass die jüngste Voraussage nun sogar noch schlechter ausfällt als die Warnungen, die GMO in den Jahren 2000 und 2007 unmittelbar vor den beiden damaligen Markteinbrüchen veröffentlichte, das lässt aufhorchen.

Nach heftiger Kritik in den sozialen Medien an der bearishen Einstellung von GMO haben die Aktienexperten ihre jüngste Prognose verteidigt. Sie wiesen beispielsweise darauf hin, dass der S&P 500 aktuell nach gewissen Kriterien sogar stärker überbewertet sei als er es in 1999-2000 war. Und bekanntlich ist ja die Dotcom-Spekulationsblase im März 2000 geplatzt.

Was können Anleger tun?

Angesichts der derzeitigen Überbewertungen rät GMO vom klassischen 60/40-Portfolio, das aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent festverzinslichen Wertpapieren besteht, ab. Derzeit würden globale Aktien und Anleihen jedoch keine "normalen" realen Renditen bringen.

Jedoch ist der Ausblick von GMO nicht durchweg pessimistisch. So werden bei "Emerging Market Value"-Aktien für die nächsten sieben Jahre sogar Gewinne von jährlich 3,3 Prozent prognostiziert. In diese Kategorie fallen laut "MarketWatch" günstigere, zumeist ältere Aktien aus Entwicklungsländern wie China oder Brasilien sowie Aktien kleinerer japanischer Unternehmen.

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 28.07.2021 · 22:41 Uhr
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