Gesundheitsökonomische Gespräche 2019: "Reformbaustellen der Finanzierung im Gesundheitswesen"

Ludwigshafen, 19.09.2019 (lifePR) - Bei den 16. Gesundheitsökonomischen Gesprächen am 25. Oktober 2019 in der Aula (Standort Ernst Boehe Strasse 4, A-Geb., EG) der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen stehen aktuell beschlossene sowie anstehende Reformen der Finanzierungsmechanismen im Gesundheitsbereich im Mittelpunkt der Diskussion. Auf der ganztägigen Fachtagung werden von 9.00 bis 16.00 Uhr unter anderem die Themen „Reform des Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs“, „Ausgliederung der Pflegekosten aus den DRG“ und „Sektorübergreifende Vergütungsformen“ von ausgewiesenen Expertinnen und Experten vorgestellt und im Plenum debattiert.

Im Gesundheitsbereich gibt es vielfältige und zum Teil recht komplexe Finanzierungsmechanismen. Einige besonders bedeutsame stehen momentan in der Diskussion: Die Finanzierung der Krankenkassen über den sogenannten Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) sowie die Vergütung von Krankenhausleistungen durch Fallpauschalen, sogenannte DRGs, sollen reformiert werden. Zudem plant die Politik Vergütungsformen einzuführen, die nicht danach unterscheiden, ob eine Leistung im Krankenhaus oder durch einen niedergelassenen Arzt erbracht wird, sogenannte „sektorübergreifende Vergütungen“. Zum Thema Morbi-RSA erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Überblick über den Sachstand der Reform und die Bewertung der Reformansätze aus wissenschaftlicher Sicht. Daneben wird ein Aspekt aufgegriffen, der leider wenig Beachtung findet: die Auswirkungen, die sich aus der Finanzierung der Krankenkassen durch den Morbi-RSA ergeben in Hinblick auf Sicherstellung, Effizienz und Qualität der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung – und damit auf Patientinnen und Patienten.

Daneben wird mit der Ausgliederung der Pflegekosten aus den DRG-Fallpauschalen im zweiten Themenblock der tiefgreifendste Umbau des DRG-Systems seit seiner Einführung im Jahr 2003 behandelt. In der öffentlichen Diskussion spielt dieses Thema momentan eine große Rolle. Hoher Leistungsdruck in der Pflege und Mangel an Pflegepersonal werden mit den DRGs in Zusammenhang gebracht, worauf die Gesundheitspolitik mit der Ausgliederung der Personalkosten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes reagierte. Dieses Thema wird aus der Perspektive von Pflege und Kostenträgern beleuchtet.

Der dritte Teil der Tagung widmet sich der geplanten Einführung von Vergütungsformen, die Gesundheitsleistungen nicht getrennt nach stationärer bzw. ambulanter Versorgung, sondern sektorübergreifend vergüten. Hierzu gibt es auf Bundesebene eine Arbeitsgruppe, in der unter anderem Rheinland-Pfalz die Interessen der Länder einbringt. Ein Vertreter dieser Bund-Länder-Arbeitsgruppe erläutert den aktuellen Sachstand. Zudem erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Diskussion von Herausforderungen und Potentialen aus Sicht der Wissenschaft und der Leistungserbringer.

Die wissenschaftliche Tagungsleitung, Prof. Dr. Eveline Häusler und Prof. Dr. Elke Raum, konnte folgende namhaften Expertinnen und Experten für die Vorträge gewinnen:
Dr. Martin Albrecht, IGES Institut, Geschäftsführer und Bereichsleiter Gesundheitspolitik,
Dr. med. Bernhard Gibis, Kassenärztliche Bundesvereinigung
Jürgen Graf, AOK Baden-Württemberg
Dr. Wulf-Dietrich Leber, GKV Spitzenverband
Vera Lux, Pflegedirektorin Universitätsklinikum Köln
Jochen Metzner, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz
Prof. Dr. Volker Ulrich, Universität Bayreuth
Die Tagungsreihe „Gesundheitsökonomische Gespräche“ richtet sich an eine breite Fachöffentlichkeit, an Studierende der Hochschule und an die interessierte Öffentlichkeit. Ärztinnen und Ärzte erhalten CME-Fortbildungspunkte. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Gesundheitsökonomie an der Hochschule Ludwigshafen e. V. statt und ist kostenfrei. Um verbindliche Anmeldung bis zum 15. Oktober 2019 online unter http://www.hwg-lu.de/goeg.html oder Telefax: +49 (0) 621-5203458 oder E-Mail: imoevg@hwg-lu.de wird gebeten.
Gesundheit & Medizin
[lifepr.de] · 19.09.2019 · 17:10 Uhr
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