Gerresheimer-Aktie klettert deutlich: Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal gesteigert

Alle Geschäftsbereiche haben zu dem Wachstum beigetragen. Positiv beeinflusst wurde das Nachsteuerergebnis zudem von der Ausbuchung von bedingten Kaufpreisbestandteilen. Der Ausblick für das laufende Jahr wurde von dem in Düsseldorf ansässigen Konzern bestätigt.

Der Umsatz des MDAX-Unternehmens stieg in den Monaten März bis Mai laut Mitteilung um 7,2 Prozent auf 356,5 Millionen Euro. Analysten hatten hier mit 353 Millionen Euro gerechnet. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) ist von 71,1 Millionen Euro auf 74,2 Millionen gestiegen. Nicht enthalten ist laut Mitteilung ein Sondereffekt von 26,2 Millionen Euro aus der Ausbuchung von bedingten Kaufpreisbestandteilen aus dem Erwerb der Sensile Medical. Vom Markt erwartet wurden im Mittel 69 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter lag bei 47 Millionen Euro nach knapp 19 Millionen im Vorjahr. Auf bereinigter Basis betrug das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 58,7 (Vorjahr: 26,0) Millionen Euro. Analysten gingen von 27 Millionen Euro aus. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,48 (0,60) Euro und bereinigt bei 1,87 (0,83) Euro.

Gerresheimer-Chef Dietmar Siemssen zeigt sich zuversichtlich, dass "unsere Ziele für 2019 alle erreicht werden".

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand der Gerresheimer AG unverändert einen Umsatz in einer Spanne von 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro. Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen mit rund 295 Millionen Euro bei einer Schwankungsbreite von 5 Millionen Euro nach oben oder unten. Nicht enthalten ist hier ein bereits realisierter betrieblicher Ertrag im Zusammenhang mit der Sensile-Medical-Übernahme.

Gerresheimer-Aktie zieht kräftig an

Nach den guten Ergebnissen für das zweite Quartal sind die Aktien am Donnerstag in Richtung ihres Jahreshochs bei 71,90 Euro gesprungen. Die Anteilsscheine des Spezialverpackungsherstellers kosteten am Donnerstag zum Handelsende mit 74,00 Euro ganze 13,76 Prozent mehr als am Vortag.

Analyst Scott Bardo von der Berenberg Bank sprach von einem insgesamt ordentlichen Quartal und lobte vor allem, dass das Unternehmen so gut durch den Gegenwind durch die Werksschließung im Schweizer Küssnacht gekommen sei. Auch dass die Mikro-Infusionspumpe der Tochter Sensile Medical - wie jetzt bekannt wurde - perspektivisch auch in der Therapie von Herzinsuffizienz zum Einsatz kommen soll, hält Bardo für eine gute Nachricht, der weitere folgen dürften.

Auch David Adlington von der US-Bank JPMorgan, der die Aussichten der Gerresheimer-Aktie eigentlich skeptisch sieht, wertete die Quartalsergebnisse als anständig. Nachdem die Papiere der Branche 2019 bislang hinterher gelaufen seien, könnten sie nun etwas aufholen.

Wegen einer nachträglichen Kaufpreissenkung für das im vergangenen Jahr übernommene Sensile schoss der bereinigte Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im zweiten Geschäftsquartal um rund 41 Prozent auf 100,4 Millionen Euro nach oben. Ohne den Sensile-Effekt hätte das Plus bei knapp 4,4 Prozent gelegen. Adlingtons Erwartungen hätte man auch damit übertroffen.

FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX Broker)

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[finanzen.net] · 11.07.2019 · 17:56 Uhr
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