Gericht verkündet Urteil im Prozess um HIV-Infektion
08. Februar 2017, 03:53 Uhr · Quelle: dpa
München (dpa) - Das Oberlandesgericht München verkündet heute das Urteil im Rechtsstreit zwischen einer Frau und dem Mann, der sie mit dem Aids-Erreger HIV angesteckt haben soll. Die Klägerin verlangt in dem Zivilprozess 160 000 Euro Schmerzensgeld. Die heute 60-Jährige hatte den Mann 2012 kennengelernt und nach eigenen Angaben vor dem ersten Sex einen Aidstest verlangt, weil die frühere Lebensgefährtin des Mannes an einer Immunschwäche gestorben war. Er habe allerdings entgegen der Absprache nur einen allgemeinen Gesundheitscheck und keinen Aidstest gemacht und gesagt, bei ihm sei alles in Ordnung.

