Geplante Krankenhaus-Reformen gefährden Existenz mittelgroßer Krankenhäuser
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Bedenken zerstreut, dass die geplanten Krankenhaus-Reformen der Bundesregierung die Existenz mittelgroßer Krankenhäuser gefährden könnten. Scholz betonte bei einem Besuch des Sankt-Antonius-Hospitals in Eschweiler bei Aachen, dass die Reform darauf abziele, gute und stabile Krankenhäuser mit hohen Kompetenzen zu erhalten. Die angestrebte Krankenhaus-Reform solle sicherstellen, dass Krankenhäuser mit präziser Arbeit und erstklassiger Medizin ihre Zukunft sichern können, so Scholz. Ziel sei es, die Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern, die Qualität der Krankenversorgung zu erhöhen und die Finanzierung der Krankenhäuser zu stabilisieren. Allerdings äußerten Mitarbeiter des Sankt-Antonius-Hospitals Bedenken. Alice Neudecker, Fachschwester auf der Intensivstation, äußerte ihre Sorge, dass das Krankenhaus-Reformgesetz das Ende ihrer Abteilung bedeuten könne. Sie befürchtet, dass die geplanten Reformen zur Schließung der Intensivmedizin führen könnten. Auch Uwe Janssens, Ärztlicher Direktor des Sankt-Antonius-Hospitals, äußerte Verunsicherung angesichts der geplanten Neuordnung des Gesundheitssystems. Die Bundesregierung plant unter anderem ein Gesetz zum Aufbau eines 'Transparenzverzeichnis', in dem Patientinnen und Patienten online Informationen über die Erfahrung einer Klinik, den Personalschlüssel und die Komplikationsrate erhalten sollen. Dieses Gesetz soll im Rahmen einer großen Reform zur Vergütung der Kliniken umgesetzt werden. Durch eine grundlegend andere Bezahlung sollen die Krankenhäuser finanziell entlastet werden, damit sie nicht aus Umsatzgründen immer mehr lukrative Eingriffe durchführen müssen. Die geplante Krankenhaus-Reform der Bundesregierung stößt auf gemischte Reaktionen. Während Bundeskanzler Scholz betont, dass das Ziel der Reform darin bestehe, leistungsfähige Krankenhäuser zu erhalten, äußern Mitarbeiter des Sankt-Antonius-Hospitals Sorgen über das mögliche Aus ihrer Abteilungen. Die Regierung plant zudem ein Gesetz zur Einführung eines 'Transparenzverzeichnis', um Patientinnen und Patienten mehr Informationen über Kliniken zugänglich zu machen. Dies soll im Rahmen einer umfassenden Reform zur Vergütung der Kliniken umgesetzt werden. (eulerpool-AFX)

