Genervter Tesla-Chef: Warum Elon Musk sich persönlich bei Hamburgs Bürgermeister beschwerte

Vor rund zwei Jahren eröffnete der Elektroauto-Pionier Tesla eine luxuriöse Verkaufsstelle im Alstertal-Einkaufszentrum. Das Unternehmen lobte die Stadt damals als „fortschrittliche Mobilitätsmetropole“. Doch inzwischen ist Tesla-Chef Elon Musk nicht mehr so gut auf Hamburg zu sprechen. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, griff Unternehmenschef Elon Musk sogar persönlich zum Telefon, um sich bei Bürgermeister Peter Tschentscher zu beschweren. Der Grund: In der Hansestadt dauert die KFZ-Zulassung aktuell deutlich länger als üblich. Teilweise mussten Autofahrer mehr als 14 Tage auf ihren Termin bei der Zulassungsstelle warten. Einige Tesla-Käufer beschwerten sich darüber via Twitter bei Musk – was diesen zu seiner Telefon-Aktion veranlasste. Zu den Details des Gesprächs wollten sich bisher aber weder Musk noch Teschentscher äußern.

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Auch in Berlin und Frankreich kam es zu Problemen

Von der Problematik ist Tesla besonders betroffen, weil das Unternehmen teilweise keinen Zulassungsservice anbietet. Kunden können sich ihren Wagen dann zwar bei Tesla abholen, müssen sich aber selbst um die Zulassung kümmern. Normalerweise stellt dies kein großes Problem dar, weil der Vorgang an sich recht schnell vonstatten geht. Wenn man aber länger auf einen Termin bei der zuständigen Behörde warten muss, stellt dies schon ein erhebliches Ärgernis dar. Wer will schon einen Neuwagen kaufen, den er dann erst einmal mehrere Tage nicht fahren darf? Hamburg ist mit den Problemen bei den Zulassungsstellen allerdings nicht alleine. Auch in Berlin und in Frankreich wurde über längere Wartezeiten berichtet. Logische Konsequenz: Musk rief auch Michael Müller und Emmanuel Macron an.

Neue Mitarbeiter sollen für mehr Termine sorgen

Etwas untypisch für den Unternehmenslenker ist allerdings, dass er über seine Telefonate nicht gleich bei Twitter informierte. Dies könnte dafür sprechen, dass die Beschwerde zunächst noch keine konkreten Erfolge einbrachte. Allerdings hat auch die Opposition in Hamburg das Thema inzwischen aufgenommen und die Regierung des Stadtstaats heftig kritisiert. Diese verweist darauf, dass das Problem bereits angegangen wurde: Seit Mai werden nach und nach neue Mitarbeiter eingestellt, um zusätzliche Termine anbieten zu können. Weil diese aber zunächst noch angelernt werden müssen, dürfte sich die Situation erst mittelfristig entspannen. Bis dahin müssen sich Autokäufer in der Hansestadt noch etwas gedulden.

Auto / Tesla
[trendsderzukunft.de] · 12.07.2019 · 13:36 Uhr
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