Generalmajor fordert zusätzliche Truppenmobilmachung in der Ukraine
Inmitten der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen ukrainischen Kräften und dem russischen Militär sieht Generalmajor Christian Freuding einen dringenden Bedarf für die Ukraine, ihre Truppenstärke zu erhöhen. Als Leitfigur des Ukraine-Lagezentrums im deutschen Verteidigungsministerium hat Freuding deutlich gemacht, dass die hohen Verluste und die langen Einsatzzeiten der ukrainischen Soldaten, von denen einige bereits seit zwei Jahren im Einsatz sind, eine Erweiterung der Streitkräfte unerlässlich machen. Diese Einsichten teilt er nach Erklärungen gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
In der ukrainischen Politik nehmen derweil Spannungen zu, insbesondere in Bezug auf das Verhältnis zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und seinem Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj. Freuding spricht von der Unmöglichkeit, einen vollständigen Einblick zu gewinnen, gibt jedoch zu bedenken, dass solche politischen Unstimmigkeiten den Verteidigungsbemühungen eher abträglich seien – obwohl sie auch Merkmale einer demokratischen Gesellschaft repräsentieren könnten. Nicht zuletzt betont der Generalmajor seinen Wunsch nach Beibehaltung der bisherigen Einigkeit innerhalb der Ukraine, die sich in den letzten Monaten und Jahren als eine ihrer Stärken herausgestellt hat.
Während die Diskussionen über Umfang und Art der möglichen weiteren Mobilisierung noch im Gange sind, bleibt die Hoffnung auf einen Konsens, der sowohl der Verteidigung der Ukraine als auch dem Erhalt der internen Geschlossenheit dient. (eulerpool-AFX)

