Geisterfahrer reißt drei Männer mit in den Tod

Vier Tote bei Falschfahrerunfall auf A99
Foto: Michael Schmelzer/vifogra/dpa
Nach einem Unfall auf der A99 ist ein Fahrzeug völlig zerstört.

Hohenbrunn (dpa) - Bei einem Unfall nach einer Geisterfahrt auf der Autobahn 99 bei München sind vier Männer ums Leben gekommen. Zwei der Opfer seien in einem Auto mit Gütersloher Kennzeichen unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

Die 34 und 43 Jahre alten Männer fuhren laut Polizei auf der rechten Fahrspur in Richtung Salzburg. In Höhe der Ausfahrt Hohenbrunn sei ihnen plötzlich ein anderer Wagen entgegengekommen, der in falscher Richtung fuhr. Neben dem Fahrer saß darin auch ein 50 Jahre alter Beifahrer. Die Fahrzeuge krachten frontal ineinander, alle vier Männer starben.

Woher der Unfallverursacher stammte und wie alt er war, war zunächst unbekannt. Unklar war auch, wie lange er vor dem Unfall schon in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs war. Hinweise, dass er Alkohol oder Drogen zu sich genommen hatte, gab es laut Polizei zunächst nicht.

Die A99 ist Teil des Autobahnrings rund um München, der im Osten die A9 Richtung Nürnberg und die A8 Richtung Salzburg verbindet. Die Autobahn in Richtung Süden war in Höhe des Unfallortes bis weit in die Nacht hinein gesperrt. Weitere Fahrzeuge wurden laut Polizei nach dem Unfall durch herumliegende Teile beschädigt.

Verkehr / Unfälle / Geisterfahrt / Tote / A99 / Bayern / Deutschland
18.11.2020 · 17:14 Uhr
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