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Gaza-Verbrechen beschäftigen UN-Sicherheitsrat

Trümmerlandschaft
New York (dpa) - Ein von Israel abgelehnter Bericht über Kriegsverbrechen im Gazastreifen wird heute den Weltsicherheitsrat in New York beschäftigen. Die arabischen Länder dringen darauf, dass sich das höchste UN-Gremium zu dem sogenannten Goldstone-Report äußert.

Sie wollen das heikle Dokument im Rahmen der monatlichen Nahostdebatte zur Sprache bringen. In dem Untersuchungsbericht heißt es, dass im Gazakrieg Anfang dieses Jahres von beiden Seiten Kriegsverbrechen begangen wurden. Allerdings habe Israel auf die Raketenangriffe der Hamas-Milizen mit unangemessener Härte reagiert und dabei hunderte palästinensischer Zivilisten getötet.

Der von dem Menschenrechtsexperten Richard Goldstone und Kollegen verfasste Report soll am Donnerstag und Freitag erneut auch vom UN-Menschenrechtsrat in Genf aufgegriffen werden. Die Europäer befürchten, dass die Debatte und eine Resolution, die vor allem Israel kritisiert, die geplante Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern verzögern könnte.

UN / Konflikte / Nahost
14.10.2009 · 09:54 Uhr
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