„Game of Thrones“-Strategiespiel verschoben, allerdings aus gutem Grund
Game of Thrones: War for Westeros braucht mehr Zeit. Das kommende Echtzeitstrategiespiel von PlaySide Studios erscheint nicht mehr wie ursprünglich geplant in diesem Jahr, sondern erst Anfang 2027. Das bestätigten die Entwickler in einem offiziellen Development Update.
Für Fans von Game of Thrones ist das zuerst einmal schade. Westeros eignet sich eigentlich perfekt für ein großes Strategiespiel. Häuser, Armeen, Intrigen, Burgen, Untote, Drachen und der Kampf um den Eisernen Thron: Das schreit fast nach einem „Age of Empires“-Ansatz. Genau deshalb war das Interesse nach der Ankündigung beim Summer Game Fest 2025 spürbar groß.
Ganz ohne neue Informationen lässt PlaySide die Fans aber nicht zurück. Im Update zeigt das Studio, woran aktuell gearbeitet wird. Und das klingt tatsächlich nach einem Spiel, das mehr sein will als nur ein Lizenzlogo mit ein paar bekannten Namen.
Stark, Lannister, Targaryen und die Armee der Toten
In War for Westeros sollen Spieler unter anderem Haus Stark, Haus Lannister, Haus Targaryen oder sogar die Armee der Toten des Nachtkönigs anführen können. Jede Fraktion bekommt bekannte Helden, die Schlachten beeinflussen, aufsteigen, neue Fähigkeiten freischalten und ihre Armeen stärken sollen.
Als Beispiele nennen die Entwickler unter anderem Jon Snow und Tywin Lannister. Jon führt seine Männer an der Front und stärkt seine Verbündeten, während Tywin als präziser Kommandant die Lannister-Kriegsmaschine taktisch antreibt. Genau solche Unterschiede sind wichtig. Ein gutes Strategiespiel darf sich nicht nur über Einheitenwerte definieren. Es muss sich so anfühlen, als würden die Häuser wirklich kämpfen, wie in der TV-Serie.
Der Fokus liegt dabei klar auf Skirmish-Schlachten. Spieler kommandieren nicht nur einzelne Soldaten, sondern ganze Trupps, die dynamisch auf Befehle reagieren sollen. PlaySide spricht von einem starken Fokus auf Reaktionsfähigkeit, Einheitenverhalten und physische Wucht im Kampf.
Riesen, Kavallerie und echte Konter
Besonders spannend klingt das Kampfsystem. Kavallerie soll nicht einfach nur schnell sein, sondern mit echter physischer Wucht durch offene Bogenschützenlinien brechen und Einheiten zerstreuen können. Gleichzeitig reicht es nicht, einfach mehr Standardinfanterie in den Weg zu stellen. Wer einen Kavallerieangriff stoppen will, braucht passende Konter, etwa Speerträger.
Das klingt nach einer guten Richtung. Westeros-Schlachten leben von Chaos, aber ein RTS lebt von Lesbarkeit. Wenn War for Westeros beides zusammenbekommt, könnte daraus tatsächlich ein spannender Mix entstehen: große Armeen, klare Rollen, harte Einschläge und taktische Entscheidungen.
Auch jede Fraktion soll laut PlaySide eine Art mächtige Trumpfkarte besitzen. Als Beispiel nennt das Studio einen Riesen, der mit seiner Keule in den Boden schlägt und ganze feindliche Trupps in die Luft schleudern kann. Das ist genau die Art von überzeichneter Schlachtfeld-Wucht, die zu Game of Thrones passt, ohne sofort komplett albern zu wirken.
Ashemark zeigt, wie die Karten funktionieren sollen
Auch zu den Karten gibt es neue Details. Die Schlachten sollen Spieler durch verschiedene Regionen von Westeros führen, darunter bekannte Orte wie Königsmund und die Mauer, aber auch Schlachtfelder, die von Königreichen, Burgen und umkämpften Gebieten inspiriert sind. Jede Map soll eine eigene visuelle Identität, strategische Herausforderungen und Raum für große Armeen bieten.
Eine der aktuell gezeigten Karten ist Ashemark in den Westlanden. Der Ort ist mit Robb Starks Feldzug gegen die Lannisters während des Kriegs der Fünf Könige verbunden. Im Spiel soll Ashemark als fokussiertes 1-gegen-1-Schlachtfeld funktionieren, mit zwei offenen Wegen, verteidigbaren Positionen und Möglichkeiten für Druck, Halten, Flanken und Gegenangriffe. Das klingt weniger nach riesiger Show-Karte und mehr nach einem Test, ob die RTS-Grundlagen wirklich sitzen.
PlaySide begründet die Verschiebung damit, dass man mehr Zeit brauche, um ein Echtzeitstrategiespiel im Westeros-Universum zu liefern, das sowohl RTS-Spieler als auch „Game of Thrones“-Fans überzeugen kann. Das Studio bedankt sich für Geduld und Unterstützung und betont, dass man die Erwartung der Community nicht als selbstverständlich betrachte.
Game of Thrones: War for Westeros soll erst 2027 erscheinen.



