Berlin (dts) - Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) dringt auf eine Verlängerung und Ausweitung der Corona-Soforthilfe-Programme von Bund und Ländern. "Der Corona-Rettungsschirm lässt gerade kleine Unternehmen auch bei den Freien Berufen im Regen stehen. Bei der Soforthilfe und den ...

Kommentare

(9) Mehlwurmle · vor 4 Stunden
Meine Mutter hat auch keine Soforthilfe beantragt, weil sie fürchtet da irgendwelche Fehler zu machen und zudem auch keine angemieteten Geschäftsräume hat. Trotzdem war sie knapp 2 Monate ohne Einnahmen. Hingegen kenne ich auch Leute, die Soforthilfe beantragt haben, die eigentlich gar nicht berechtigt waren (oder zumindest nicht im beantragten Umfang).
(8) LordRoscommon · Sonntag um 05:37
Wer arbeitet, muss davon anständig leben können. Er muss nicht vom ersten Tag an den Rest seines Lebens im Wohlstand verbringen können, aber er muss soweit abgesichert sein, dass er nicht dahinsiecht, wenn etwas dazwischenkommt. Das geht nur im Zusammenspiel von Eigeninitiative und gesellschaftlicher Unterstützung. Gerade letztere ist in den letzten 40 Jahren massiv erodiert,, was dann Erste halt in Mitleidenschaft zieht.
(7) LordRoscommon · Sonntag um 05:32
@3,4,5: Die Problematik ist mir wohlbekannt. Die guten Sound Engineers haben selten Tontechnik studiert. Den Studios und Plattenfirmen musste man die Sozialleistungen immer rigoros abtrotzen, denn eine ernstzunehmende Gewerkschaft existiert nicht. Die Digitalisierung spart zwar Personal, weil vieles auf Knopfdruck auch von Laien funktioniert, aber dabei geht jede Seele verloren. Digitale Mischpulte sind toll, aber jemand davor, der auch damit UMGEHEN kann, ist unbezahlbar.
(6) driverman · Sonntag um 05:21
(4) Bis da alle Versicherungen usw. bezahlt sind bleibt häufig wenig bis nichts für die Altersvorsorge über. Hat man es jedoch, wie mein Freund, geschafft sich da doch ein bischen was zur Seite zu legen, muss man gezwungenermaßen im Moment davon Leben, denn die staatlichen Hilfen greifen derzeit nur bei Betriebskosten (Miete für Geschäftsräume usw.) die jedoch kaum vorhanden sind. Einnahmen dagegen 0, es sind ja alle Veranstaltungen die Arbeit bringen würden abgesagt. Vertrackte Sache...
(5) driverman · Sonntag um 05:16
(3) also blieb vielen Berufsanfängern damals nur der Schritt eine Stufe tiefer in der Konferenzbeschallungstechnik Arbeitskräfte zu verdrängen die "nur" angelernt waren. Also beschäftigen sich seither viele qualifizierte Tontechniker z.B. mit dem Auf- und Abbau von Beschallungsanlagen bei denen Simultan-Dolmetscher zwischengeschaltet werden können usw. Die Chancen irgendwo fest angestellt zu werden tendieren gegen 0 %, die Chancen monatelang auf dein Geld warten zu dürfen dagegen gegen 100 %.
(4) driverman · Sonntag um 05:11
(2) Sein Pech war zudem, das genau in der Zeit als er die Ausbildung machte die große Digitalisierungswelle kam. Plötzlich wurden also bei nahezu allen Radiosendern Tontechniker mit jahrelanger Berufserfahrung frei weil die neuen Studios Digitalisiert vom Radiomoderator gefahren werden konnten. Ähnlich bei Tonstudios, auch hier wurden durch die digitalisierung viele Erfahrene Kräfte frei. Da hast du als Berufsanfänger einfach keine Chance.
(3) driverman · Sonntag um 05:05
(1) Naja, Problem ist eben, das unter Freiberufler sehr viel unterschiedliches Zusammengefasst wird. So habe ich einen sehr guten Freund, auf den das von @1 und @2 gesagte absolut nicht zutrifft. Er ist Mitte 40 und "Sound Engeneer", denn "Tontechniker" darf er sich nicht nennen, da er die Ausbildung nicht an einer staatlichen Uni gemacht hat (gibt nur 2 für den Studiengang) sondern in 3,5 Jahren an einer Privaten Schule deren Prüfungsanforderungen höher waren, aber staatlich nicht anerkannt.
(2) LordRoscommon · Sonntag um 03:00
Tja, wer stets und ständig aufheult, sowie das Wort "Versicherungspflicht" fällt, kriegt in Zeiten wie diesen halt die volle Breitseite.
(1) Marc · Sonntag um 01:03
Manch ein Freiberufler hat gut gelebt bis zur Krise...und nun rächt es sich eben nicht fest angestellt oder gut versichert zu sein..."Berufsrisiko"...
 
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