Frachtschiffe: Ökosegler aus Costa Rica und Schweden markieren die Rückkehr zum Segelschiff

In Costa Rica entsteht derzeit Ceiba, ein Frachtschiff aus Holz, das mit Segeln an drei Masten ausgestattet ist. Es soll der erste Großsegler der Neuzeit werden, der Fracht völlig emissionsfrei transportiert, so die Vision von Danielle Doggett, Managing Director des Unternehmens SailCargo. Tausende Kilometer entfernt, in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, soll ein utopisch anmutender Autotransporter gebaut werden. Er wird mit vier jeweils 100 Meter hohen Masten ausgestattet, an denen flügelartige Segel aus Metallfolie oder Verbundwerkstoff hängen. Jakob Kuttenkeuler, Professor am Zentrum für Schiffsarchitektur an der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm, baut derzeit ein sieben Meter langes Modell des Großschiffs, das 6000 Fahrzeuge transportieren soll. Im Herbst wird es zu Wasser gelassen.

Bild: Manta Marine Design

Elektromotoren für Flautezeiten

Doggett und ihr Team bauen das 45 Meter lange Schiff mit dem Design eines bereits existierenden finnischen Seglers. Es wird für Flautezeiten mit Elektromotoren ausgestattet, die von Batterien an Bord versorgt werden. Solarzellen und Generatoren, die Wellenenergie in Strom umwandeln, laden sie immer wieder auf. Nach seiner Fertigstellung soll die Ceiba zweimal im Jahr zwischen Caldera in Costa Rica und Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Pazifikprovinz Britisch Kolumbien in Kanada, pendeln. Sie kann 250 Tonnen oder zehn Standardcontainer befördern. Die Frachtkosten liegen zehnmal so hoch wie bei einem großen Containerschiff. Als Kunden hofft SailCargo Unternehmen zu gewinnen, die auf Fair Trade und Umweltverträglichkeit setzen.

40 Tonnen Treibstoff am Tag gespart

Kuttenkeuler, der sein Konzept gemeinsam mit der Reederei Reederei Wallenius aus Stockholm realisieren will, setzt auf Größe. Die Masten sind so hoch, weil in den oberen Regionen stärkere und gleichmäßigere Winde wehen als in den Höhen, die Masten von konventionellen Seglern erreichen. Das Modell wird mit Masten und Deck ausgestattet, ist allerdings nicht für die Beförderung von Menschen vorgesehen. Der Steuermann lenkt es per Funk von einem Beiboot aus.

Vergleichbar große Autotransporter brauchen pro Tag bis zu 40 Tonnen Treibstoff, Kuttenkeulers Segler natürlich gar nichts. Er wird allerdings nicht so flott sein wie Schiffe mit Verbrennungsmotor. Die überqueren den Atlantik in sieben bis acht Tagen. Der Segler wird wohl zwölf brauchen. 

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[trendsderzukunft.de] · 30.03.2020 · 19:02 Uhr
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