Fortescues Weg in die grüne Zukunft: Partnerschaft mit China Baowu zur Dekarbonisierung
Australiens Fortescue, bekannt als weltweit viertgrößter Eisenerzlieferant, hat einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung der globalen Stahlindustrie angekündigt. Gemeinsam mit Baowu Resources, einer Tochter der China Baowu Steel Group, dem weltgrößten Stahlproduzenten, hat das Unternehmen eine Absichtserklärung unterschrieben.
Mit einer klaren Vision strebt Fortescue danach, eine umweltfreundliche Eisenerzlieferkette zu etablieren, wie COO Shelley Robertson betonte. Diese Zusammenarbeit soll die Entwicklung von grüner Eisen-Technologie beschleunigen und sicherstellen, dass sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas die steigende Nachfrage nach grünem Eisen gedeckt wird.
Ein Teil dieser Vision ist das Green Iron Project bei Fortescues Weihnachtskriech-Minen in Westaustralien. Dieses Projekt wird, beginnend 2025, über 1.500 Tonnen grünes Eisen jährlich produzieren. Langfristig plant Fortescue, bis 2030 all seine Eisenerzprodukte umweltfreundlich zu gestalten.
Die Erzeugung dieses grünen Eisens erfolgt über „grünen“ Wasserstoff in einem Reduktionsofen und wird dann in einem elektrischen Schmelzofen zu reinem, grünen Eisen weiterverarbeitet. Solche Initiativen sind entscheidend für Australien, da es sonst gemäß einem Bericht aus dem November bis zur Hälfte seiner Einnahmen aus dem Eisenerzexport verlieren könnte, wenn es nicht schnell handelt, um mit der globalen Wende zu erneuerbaren Energiequellen Schritt zu halten.
Dino Otranto, CEO von Fortescue, warnte auch davor, dass Australien seine führende Position auf dem globalen Eisenerzmarkt einbüßen könnte, sollte es nicht zeitnah seine Produktion von grünem Eisen vorantreiben.

