Europäische Union ruft zur verstärkten Unterstützung der Ukraine auf
Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Montag die anderen EU-Staaten dazu aufgefordert, die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland stärker zu unterstützen. Bei einem Treffen mit Luxemburgs Premierminister Luc Frieden in Berlin äußerte der SPD-Politiker seine Besorgnis über die bisher geplanten Waffenlieferungen der Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten. Diese seien seiner Meinung nach zu gering. Scholz rief die Verbündeten in der Europäischen Union daher dazu auf, ihre Anstrengungen zugunsten der Ukraine ebenfalls zu verstärken.
Eine genaue Übersicht über den Beitrag der europäischen Partner zur Unterstützung der Ukraine soll spätestens bis zum EU-Gipfel am 1. Februar vorliegen. Scholz betonte dabei, dass Europa zeigen müsse, dass es fest an der Seite der Ukraine stehe und die Werte von Freiheit, Völkerrecht und europäischer Integration verteidige.
Obwohl Deutschland bereits einer der größten Unterstützer der Ukraine ist und nach den USA der zweitgrößte Geldgeber, gibt Scholz zu bedenken, dass der deutsche Beitrag allein nicht ausreichend sei, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten. Deutschland hat für dieses Jahr bereits Rüstungsgüter und Material im Wert von acht Milliarden Euro zugesichert. Zusätzlich dazu wird humanitäre und finanzielle Hilfe in Milliardenhöhe geleistet. (eulerpool-AFX)

