Euro zeigt Stabilität trotz Unsicherheiten im US-Wirtschaftsgefüge
Der Euro präsentierte sich am Dienstag im Wesentlichen stabil und notierte im späten New Yorker Handel zu 1,1573 US-Dollar, was einer leichten Aufwertung gegenüber dem europäischen Nachmittag entspricht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1546 Dollar festgelegt, nach 1,1565 Dollar am Vortag, was den Dollarpreis bei 0,8661 Euro hielt.
Trotz jüngst erzielter Kursgewinne konnte der Euro seine Position verteidigen. Auslöser der Bewegung war ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag. Dieser nährte Spekulationen über baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed, was den Dollar unter Druck setzte und dem Euro Auftrieb verlieh. Zuvor war der Euro auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni gefallen.
Anzeichen einer abkühlenden US-Wirtschaft wurden am Dienstag weiter bestätigt, als sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im Juli eintrübte, insbesondere der Beschäftigungsbarometer sank merklich. Ralf Umlauf von der Helaba betonte, dass das Stimmungsbarometer der Serviceunternehmen nur knapp über der Wachstumsgrenze liege, was die konjunkturellen Sorgen verstärkt. Das Signal für eine mögliche Lockerung der US-Geldpolitik im September und darüber hinaus wird dadurch weiter genährt.
Auch US-Präsident Donald Trump verstärkt den Druck auf die Fed, eine lockere Geldpolitik zu verfolgen, wenngleich der US-Finanzminister Scott Bessent nicht als Nachfolger für Jerome Powell zur Verfügung steht. Trump betonte wiederholt seinen Wunsch, die Notenbankführung mit Befürwortern niedriger Zinssätze zu besetzen, insbesondere nach dem angekündigten Rücktritt von Vorstandsmitglied Adriana Kugler. Eine derartige geldpolitische Neuausrichtung würde den Dollar weiter belasten.

