Euro unter Druck – Währung verliert US-Dollar-Vorsprung, EZB bleibt Zinsgefangene

Euro verliert Boden
Der Euro hat am Montag alle Gewinne des europäischen Vormittags wieder abgegeben. Von einem Tageshoch bei 1,1614 Dollar rutschte er im New Yorker Handel auf 1,1572 Dollar zurück. Damit ist die Gemeinschaftswährung nur noch knapp über dem EZB-Referenzkurs von 1,1593 Dollar, den die Notenbank am Montagmorgen festsetzte.
EZB-Politik bremst
Die Europäische Zentralbank hat mit ihrer zögerlichen Zinswende den Euro zum Zinsgefangenen gemacht. Während die Fed bereits 2022 und 2023 deutlich angehoben hat, hält die EZB an ihrem lockeren Kurs fest. Das Ergebnis sind Kapitalabflüsse und eine strukturelle Schwäche der Gemeinschaftswährung.
Wachstumsproblem
Deutschland und die Eurozone leiden unter der grünen Energiepolitik von SPD und Grünen, die Industrie und Mittelstand mit hohen Strompreisen und Regulierung erdrückt. Solange Unternehmen hierzulande doppelt so viel für Energie zahlen wie US-Konkurrenten, bleibt der Euro anfällig. Die EZB kann mit Zinspolitik nur Symptome lindern, nicht die Ursachen beheben.
Markt schlägt Politik
Der Devisenmarkt handelt Fakten, keine Wunschbilder. Solange die EZB den Leitzins unter der Fed hält und deutsche Politik den Industriestandort weiter belastet, wird der Euro auf Sicht unter Druck bleiben. Anleger sollten diese Realität bei Währungsallokationen berücksichtigen.

