Euro stabilisiert sich oberhalb der 21-Tagelinie

Euro bleibt stabil
Am Freitag hat sich der Euro kaum bewegt und notiert zuletzt bei 1,1450 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1467 Dollar fest, was einen Anstieg im Vergleich zu 1,1406 Dollar am Mittwoch darstellt.
Laut den Analysten der Landesbank Helaba hat sich der Euro über der 21-Tagelinie von 1,1417 Dollar stabilisieren können. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Renditevorteil der USA in den letzten Wochen über alle Laufzeiten hinweg geschmolzen ist. Dennoch warnen die Experten, dass von einem „Befreiungsschlag“ für die europäische Währung nicht gesprochen werden könne.
In Anbetracht der aktuellen geopolitischen Entwicklungen, insbesondere im Kontext des Iran-Kriegs, beobachten die Analysten einen gewissen Gewöhnungseffekt bei den Marktteilnehmern. „Die Marktteilnehmer haben sich an dieses Szenario bereits gewöhnt, denn von einer deutlich erhöhten Risikoaversion kann derzeit nicht gesprochen werden“, so die Einschätzung der Helaba.
Für die Anleger steht im Datenkalender der Eurozone heute die Veröffentlichung der endgültigen Verbraucherpreise an. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich jedoch stärker auf die USA, wo wichtige Kennzahlen wie Baugenehmigungen, Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung sowie die Daten zum Uni Michigan Verbrauchervertrauen erwartet werden. Diese Daten könnten entscheidend für die weitere Entwicklung der Märkte und die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage sein.

