Euro erholt sich nach US-Jobdaten – Fed bleibt auf Kurs

Am Freitag hielt sich der Euro im US-Handel knapp unter der Marke von 1,162 Dollar. Die Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,1619 Dollar, nachdem sie nach den US-Jobdaten kurzzeitig unter 1,16 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank fixierte den Referenzkurs bei 1,1622 Dollar.
Die US-Beschäftigtenzahl stieg im August deutlich stärker als erwartet. Das nährt Spekulationen über eine baldige Anhebung des Leitzinses durch die Fed. Der Euro konnte seine Verluste jedoch weitgehend ausgleichen.
Volkswirt Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg sieht die Fed nun in einer komfortablen Position: Der Arbeitsmarkt droht nicht in eine Krise zu rutschen, sodass sich die Währungshüter auf die Inflationsentwicklung konzentrieren können. Entscheidend bleiben die Konsumentenpreisdaten für August, die in einer Woche erscheinen.
Für Anleger heißt das: Die Zinsentscheidung der Fed wird weniger vom Arbeitsmarkt als vom Inflationsverlauf bestimmt. Wer auf eine weichere Haltung der Fed hofft, muss auf die Preisdaten warten.

