Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juni gesunken

14. August 2026, 08:18 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Bauer mit Traktor (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
Bauer mit Traktor (Archiv)
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sanken im Juni 2026 um 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Juni 2026 um 13,9 Prozent niedriger als im Juni 2025.

Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls bei -13,9 Prozent gelegen, im April 2026 bei -12,3 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 um 1,7 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Juni 2026 um 6,5 Prozent gegenüber Juni 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse fielen um 17,8 Prozent. Auch im Vergleich zum Vormonat verbilligten sich im Juni 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (-3,1 Prozent) als auch Tiere und tierische Produkte (-0,9 Prozent).

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Juni 2026 um 35,9 Prozent niedriger als im Juni 2025. Im Mai 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -53,5 Prozent, im April 2026 bei -54,7 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat Mai 2026 stiegen die Speisekartoffelpreise um 1,9 Prozent.

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Juni 2026 um 17,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Deutliche Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,5 Prozent. Im Gegensatz hierzu verteuerten sich Erdbeeren um 5,6 Prozent gegenüber Juni 2025.

Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist leicht um 0,1 Prozent, wobei insbesondere Eissalat (+62,4 Prozent), Gurken (+30,3 Prozent) und Tomaten (+29,2 Prozent) teurer waren. Preissenkungen waren hingegen unter anderem bei Blumenkohl und Spargel zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 19,1 Prozent beziehungsweise 18,3 Prozent verbilligten.

Getreide war im Juni 2026 im Vergleich zum Juni 2025 um 7,7 Prozent günstiger. Die Preise für Futterpflanzen fielen um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt hingegen lagen im Juni 2026 um 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, darunter verteuerte sich Raps um 4,5 Prozent. Die Preise für Wein waren im Juni 2026 um 0,7 Prozent höher als im Juni 2025.

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 17,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Juni 2026 um 25,4 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 gab es bei den Preisen für Milch keine Veränderung (0,0 Prozent). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist hingegen zu einer Preissteigerung von 11,0 Prozent.

Die Preise für Tiere lagen im Juni 2026 um 14,8 Prozent niedriger als im Juni 2025. Maßgeblich dafür war der Preisrückgang bei Schlachtschweinen um 25,5 Prozent, auch bei Rindern sanken die Preise um 8,0 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Juni 2026 um 0,4 Prozent niedriger als im Juni 2025. Ausschlaggebend hierfür war die Preissenkung bei Hähnchen um 5,5 Prozent. Bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) kam es hingegen zu einem Preisanstieg um 8,0 Prozent, so das Bundesamt.

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14.08.2026 · 08:18 Uhr
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