Energie

Entspannung fürs Konto: Erste Studierende erhalten 200 Euro

10. März 2023, 16:39 Uhr · Quelle: dpa
Die Heizperiode ist fast schon wieder zu Ende - und noch immer warten Studierende und Fachschüler auf die Energiepreispauschale von 200 Euro. Jetzt soll es erste Auszahlungen geben.

Berlin (dpa) - Ein halbes Jahr nach der Ankündigung einer 200-Euro-Energiepreispauschale für Studierende und Fachschüler hat der Bund das Geld an erste Empfänger überwiesen. Es handele sich um Teilnehmer der Pilotphase, erläuterte am Freitag ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums in Berlin. «Die ersten Antragsteller werden die Einmalzahlung in Kürze auf ihrem Konto haben», sagte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) der dpa.

Die Pauschale soll ein stückweit die drastisch gestiegenen Energiepreise ausgleichen. Die Inflationsrate, die stark von den Energiepreisen getrieben wird, lag auch im Februar bei 8,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Eine Testphase der entsprechenden Antragsplattform im Internet mit Hochschulen und Fachschulen in mehreren Bundesländern ist den Angaben zufolge erfolgreich verlaufen. «Die Testphase ist technisch geglückt», sagte Sachsen-Anhalts Digitalministerin Lydia Hüskens (FDP). Etwa 12.800 Antragsteller hätten ihre Bewilligungsbescheide erhalten.

Antragsplattform soll ab Mittwoch verfügbar sein

Da Sachsen-Anhalt beim Aufbau des digitalen Bafögs federführend war, hatten Bund und Länder das Land auch mit der technischen Umsetzung der Antragsplattform für die Energiepreispauschale betraut. Seit vergangener Woche konnten Studierende und Fachschüler mehrerer Bildungseinrichtungen das Geld im Rahmen eines Tests beantragen.

«Die Pilotphase zeigt, dass die gemeinsame Antragsplattform reibungslos funktioniert und die Einmalzahlung schnell und einfach beantragt werden kann», sagte Stark-Watzinger. Den Angaben zufolge lag der durchschnittliche Aufwand zum Beantragen der 200 Euro bei etwa drei Minuten. Beide Politikerinnen gehen davon aus, dass die Antragsplattform wie geplant ab kommendem Mittwoch allen etwa 3,5 Millionen Betroffenen offen stehen wird. Über die Details zur Anmeldung und Beantragung werden sie in der Regel von ihren Bildungseinrichtungen informiert.

Bis wann die Auszahlung an alle Berechtigte erfolgt sein wird, lässt sich laut Ministeriumssprecher nicht sagen. Das hänge wesentlich davon ab, wie schnell die Studierenden und Fachschüler ihre Anträge stellen. Mit Blick auf einen möglichen Ansturm von Antragstellern in der kommenden Woche sagte er: «Ich denke, wir sind gut vorbereitet.»

Steuerfreie Zahlung

Anspruch auf das Geld haben alle, die am 1. Dezember 2022 an einer Hochschule eingeschrieben oder in einer Fachschulausbildung waren. Voraussetzung ist ein Wohnsitz oder «gewöhnlicher Aufenthalt» in Deutschland zu diesem Stichtag. An Fachschulen werden beispielsweise Erzieher, Techniker oder Betriebswirte ausgebildet. Auch Teilzeitstudierende, Teilnehmer an einem dualen Studium, ausländische Studierende und diejenigen, die zurzeit ein Urlaubssemester machen, sollen profitieren. Die Energiepreispauschale soll weder besteuert noch bei etwaigen Sozialleistungen angerechnet werden.

Die Sonderzahlung hatte die Ampel-Koalition schon im vergangenen September vereinbart. Die praktische Umsetzung gestaltete sich aber schwierig und zog sich über ein halbes Jahr hin. Eine schnelle Überweisung der 200 Euro wurde unter anderem dadurch ausgebremst, dass die Kontodaten aller betroffenen Studierenden und Fachschüler nicht zentral vorlagen.

Kritik an technischem Aufwand

Zunächst musste eine Antragsplattform gebaut werden, auf der sich die Betroffenen sicher und eindeutig identifizieren können und auf der gleichzeitig, persönliche und Konto-Daten, die bei den Bildungseinrichtungen vorliegen, zusammenführt werden. Bund und Länder gerieten dabei immer wieder in Streit miteinander. Es ging um Datenschutz, Zuständigkeiten und technische Details.

Studierendenvertreter und die Opposition im Bundestag hatten das schleppende Verfahren kritisiert. Zuletzt gab es auch Kritik daran, dass alle Betroffenen ein Nutzerkonto beim Bund anlegen müssen, ein sogenanntes BundID-Konto, um sich bei der Beantragung eindeutig zu identifizieren. Klargestellt wurde inzwischen, dass dafür nicht zwingend die Online-Funktion des Personalausweises oder ein «Elster-Zertifikat», wie es für die Online-Steuererklärung genutzt wird, nötig sind. Es kann auch ein einfaches BundID-Konto mit Nutzername und Passwort angelegt werden.

Energie / Preise / Hochschulen / Schulen / Soziales / Energiepreispauschale / Studierende / Fachschüler / Deutschland
10.03.2023 · 16:39 Uhr
[2 Kommentare]
Im jüngsten Koalitionsausschuss der schwarz-roten Regierungsallianz wurden wieder umfassende Vorhaben präsentiert, die das Tempo in Bereichen wie Verkehr, Heizgesetz und Altersvorsorge anziehen sollen. Die Ankündigungen, die kurz vor den Feiertagen gemacht wurden, muten dabei vertraut an und lassen viele Bürger an frühere Wahlversprechen und den als gescheitert empfundenen Herbst der Reformen […] (00)
vor 17 Minuten
Sam Asghari bezeichnet seine Beziehung mit Britney Spears als einen 'Segen'.
(BANG) - Sam Asghari bezeichnet seine Beziehung mit Britney Spears als einen "Segen". Der 31-jährige Model- und Schauspielstar lernte die 'Toxic'-Sängerin 2016 am Set ihres 'Slumber Party'-Musikvideos kennen. Die beiden heirateten 2022, trennten sich jedoch 14 Monate später wieder – aber er wird die gemeinsame Zeit immer dankbar in Erinnerung behalten. "Alles ist einfach so natürlich und normal […] (00)
vor 11 Stunden
US-Präsident Trump
New York (dpa) - Wenn in Werbung per KI generierte Personen statt echter Menschen auftauchen, sollen Verbraucher im Bundesstaat New York künftig darauf hingewiesen werden. Das erste regionale Gesetz dieser Art in den USA sieht eine Strafe von 1.000 Dollar beim ersten Verstoß vor - und von 5.000 Dollar bei weiteren Verstößen.  Die Software ist inzwischen so gut, dass von KI generierte Personen in […] (00)
vor 13 Minuten
PSSR 2 könnte die PS5 Pro endlich zur „Super-Konsole“ machen, die sie sein soll
PlayStation bereitet das bislang größte Upgrade für seine hauseigene Upscaling-Technologie vor. PSSR 2, intern auch MFSR2 (Multi-Frame Super Resolution 2) genannt, soll 2025 nicht einfach nur eine neue Version werden, sondern eine komplett überarbeitete Rendering-Pipeline, die Bildqualität drastisch verbessert, GPU-Last senkt und typische PSSR-Probleme wie Artefakte oder Flimmern deutlich […] (00)
vor 9 Stunden
Histoire TV zeigt Panzer und Politik
Eine Dokumentation beschäftigt sich mit dem Sturm auf das amerikanische Kapitol. Außerdem kommt die neue Reihe «Tanks». Histoire TV beginnt am 6. Januar ab 20: 50 Uhr mit der Ausstrahlung der sechsteiligen Dokumentarreihe Tanks: l’arme ultime de la Seconde Guerre mondiale (6×50 Minuten), inszeniert von Jim Wilks. Die Serie beleuchtet die Entstehung und Weiterentwicklung des Panzers, vom improvisierten Gefährt des Ersten Weltkriegs bis zu den […] (00)
vor 6 Stunden
Fußball-WM 2026 - Auslosung Vorrunde
Frankfurt/Main (dpa) - Die internationale Fanvereinigung Football Supporters Europe hat scharfe Kritik am Ticketverkauf für die Fußball-WM geübt und einen sofortigen Stopp der aktuellen Verkaufsphase gefordert. Man sei «über die horrenden Ticketpreise entsetzt», schrieb die Fanvereinigung in einer Mitteilung nach Beginn der nächsten FIFA-Verkaufsphase. In jener Phase können Anhänger der […] (00)
vor 44 Minuten
Finanzbildung gibt es überall – aber warum lernen Anleger trotzdem nichts?
Finanzausbildung ist heute allgegenwärtig. Bücher, Podcasts, YouTube-Kanäle, Social Media, Broker-Akademien – noch nie war der Zugang zu Finanzwissen so einfach. Und doch zeigt sich ein widersprüchliches Bild: Viele Privatanleger fühlen sich informiert, handeln aktiv, machen aber langfristig dieselben Fehler wie vor zehn oder zwanzig Jahren. Das wirft eine zentrale Frage auf: Warum führt mehr […] (00)
vor 4 Minuten
Politische Maßnahmen gegen Kfz- Unterschlagungen gefordert
Neuss, 11.12.2025 (PresseBox) - Deutschland verzeichnet seit Jahren einen deutlichen Anstieg organisierter Fahrzeugunterschlagungen. Betroffen sind mittelständische Vermieter ebenso wie große Mobilitätsanbieter. Eine breite Allianz aus Autovermietern, Auto- Abo-Anbietern und Flottenbetreibern warnt nun vor gravierenden wirtschaftlichen Schäden und fordert entschiedenes Handeln des […] (00)
vor 13 Stunden
 
Ein Öltanker, bekannt für seine Rolle in einer Schattenflotte, die laut dem Weißen Haus Schwarzmarkt-Öl an […] (00)
Schild "Stand with Ukraine" liegt auf dem Boden (Archiv)
Berlin - Der Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) hat die aktuellen Gespräche für […] (03)
Kyriakos Pierrakakis, der griechische Finanzminister, ist zum neuen Vorsitzenden der Eurogruppe […] (00)
Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass über territoriale Fragen zur Beendigung des […] (00)
Der US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller Rivian, der als aufstrebender Herausforderer von […] (00)
We TV bringt neue Staffel von «Love During Lockup»
Die neue Staffel begleitet sechs frische Paarkonstellationen – darunter Fanliebling Monique – und […] (00)
Borussia Dortmund - FK Bodö/Glimt
Dortmund (dpa) - Explosionsgefahr bei Borussia Dortmund nach Nico Schlotterbecks verbalem […] (01)
PlayStation Plus Extra- & Premium-Neuzugänge im Dezember
Mitglieder der PlayStation Plus Extra und Premium-Tarife erwarten schon ab dem 16. Dezember […] (00)
 
 
Suchbegriff