Ein Besuch bei Private Division – Ancestors: The Humankind Odyssey, The Outer Worlds, Kerbal Space Program 2 und Disintegration

Auf der diesjährigen Gamescom konnten wir einen begehrten Termin beim Publisher Private Division, einem Tochterunternehmen von Take-Two Interactive, ergattern und durften uns in einem Kino-Saal aktuelle Trailer zu kommenden Spielen ansehen. Anschließend folgte eine Anspiel-Session im Multiplayer-Part vom neu angekündigten „Disintegration“. Deshalb frischen wir in diesem Artikel größtenteils nur eure Erinnerungen an folgende Titel auf: „Ancestors: The Humankind Odyssey“, „The Outer Worlds“ und „Kerbal Space Program 2“.

Ancestors: The Humankind Odyssey

Mit „Ancestors: The Humankind Odyssey“ entführen euch der „Assassin´s Creed“-Schöpfers Patrice Désilets und sein Team von Panache Digital Games in die Anfänge der Menschheitsgeschichte. Die Spieler werden zehn Millionen Jahre in die Vergangenheit versetzt und müssen in der Rolle eines Primaten auf dem Kontinent Afrika ums Überleben kämpfen. Dabei muss man nicht nur das Überleben eines einzelnen Primaten sichern, sondern einer ganzen Gemeinschaft. Dazu erforscht man das neogene Afrika nach potentiellen Gefahren, erweitert das eigene Territorium und entwickelt sich im Laufe der Generationen weiter.

Der Fokus des Titels liegt auf der Evolution, der Weiterentwicklung und dem Überleben. Dabei wird das gesammelte Wissen, wie erlernte Fähigkeiten oder erforschte Gefahren, wie giftige Pflanzen an die nächste Generation weitergegeben. Im Laufe der Zeit lernen die Spieler immer mehr ihre Umgebung kennen, fertigen Werkzeuge an und entwickeln sich vom gejagten zum Jäger. PC-Spieler dürfen bereits nächste Woche, ab dem 27. August 2019 (via Epic Games Store), in unsere Menschheitsgeschichte eintauchen. Konsoleros (PlayStation 4, Xbox One) müssen sich leider bis Dezember 2019 gedulden.

The Outer Worlds

„The Outer Worlds“ von Obsidian Entertainment wird schon jetzt als das bessere „Fallout“ verschrien, ob der Hype gerechtfertigt ist, können wir leider immer noch nicht sagen. Selbst spielen durften wir nicht, nur einen frischen Trailer begutachten, aber eines ist gewiss, wer auf schwarzen Humor steht, wird mit „The Outer Worlds“ aus dem Lachen nicht mehr herauskommen.

Der Titel versetzt die Spieler in eine ferne Zukunft. Die Menschheit schickte zwei Raumschiffe in die Weiten des Alls um neue Kolonien gründen zu können, doch nur eines kam tatsächlich an. Etwa 70 Jahre später nach diesem Ereignis setzt unsere Geschichte an. Das verloren geglaubte Raumschiff wurde inzwischen gefunden, doch den Machthungrigen und regierenden Konzernen sind die im Kryoschlaf befindlichen Kolonisten ziemlich egal und schlicht zu Teuer, um sie aufzuwecken.

Dementsprechend überlassen sie das Raumschiff seinem Schicksal und lassen es weiter im All herumtreiben. Ein Wissenschaftler wiedersetzt sich dem Willen der Konzerne, reist auf eigene Faust zum Schiff und erweckt nur einen Kolonisten wieder zum Leben in dessen Haut die Spieler schlüpfen dürfen. Wir sollen nun dem Wissenschaftler dabei helfen den Konzernen das Handwerk zu legen und den restlichen Kolonisten das Leben zu schenken. Oder aber ihr pfeift drauf und vernichtet alles und jeden. Die Wahl liegt ganz bei euch.

Laut Obsidian Entertainment werden den Spielern keine Grenzen auferlegt. Jeder NPC kann getötet werden, selbst die wichtigen Questgeber. Die Geschichte orientiert sich an den Aktionen des Spielers. Ob die Aussagen der Entwickler zutreffen könnt ihr bereits im Oktober 2019 herausfinden. „The Outer Worlds“ wird am 25. Oktober 2019 für PC, Xbox One und PlayStation 4 veröffentlicht. Ein Switch Release ist ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt geplant.

Kerbal Space Program 2

In „Kerbal Space Program 2“ dürfen sich die Spieler erneut als Raketenwissenschaftler versuchen. An den Nachfolger wurde ein neues Entwickler-Team angesetzt, welches das Spiel komplett neu schreibt, jedoch weiterhin auf die Unity-Engine setzt, um das bekannte Spielgefühl zu erhalten. Unter anderem soll das Spiel deutlich Einsteiger freundlicher gestaltet sein. Zu diesem Zweck dient eine verbesserte Benutzeroberfläche, ein komplett neues Bau- und Flugsystem, neue Teile, die Möglichkeit, den interstellaren Raum zu erkunden wie auch Kolonien zu gründen.

Darüber hinaus soll es einen Mehrspieler-Modus geben, wo die Spieler sich die gesammelten Ressourcen teilen. Das wird auch dringend notwendig sein, vor allem sobald es zu fremden Planeten geht, da diese viele Ressourcen verschlingen werden. Weitere Informationen zum Multiplayer werden zu einem späteren Zeitpunkt verraten – auch ob das Crossplay-Feature unterstützt wird, da der Titel auch für Konsolen angekündigt wurde. Irgendwann 2020 soll das Spiel für PC (Kein Epic Games Store exklusive), Playstation 4 und Xbox One veröffentlicht werden.

Disintegration

Dies war das einzige Spiel aus dem Portfolio, welches wir endlich selbst ausprobieren durften. Nach dem bekannten Ankündigungs-Trailer folgte eine Einladung in den nächst liegenden Raum, um den Multiplayer-Part zu testen.

Bevor ich euch etwas über den Multiplayer erzähle, möchte ich grob noch die Story der Singleplayer-Kampagne anreißen, damit ihr versteht, worum es bei „Disintegration“ eigentlich geht. In einer nahen Zukunft wurde die Menschheit von einer Pandemie an den Rand der Auslöschung gedrängt, nur durch ein ausgeklügeltes System ist es einigen gelungen dieser Pandemie zu entkommen. Hierzu muss das menschliche Gehirn entfernt und in einen mechanischen Wirt eingepflanzt werden, was als der „Integration“-Prozess bekannt ist. Dabei sollte es sich jedoch nur um einen temporären Zustand handeln und mit dem sogenannten „Disintegration“-Prozess konnte alles Rückgängig gemacht werden, bis die Pandemie überwunden wurde. Doch einigen Menschen gefiel dieser Zustand so sehr, dass sie sich weigerten den „Disintegration“-Prozess zu durchlaufen. Sie sehen es als den nächsten logischen evolutionären Zustand der Menschheit an und löschen jeden aus, der anderer Meinung ist. Der Spieler steuert im Laufe der Story-Kampagne eine Gruppe mutiger Menschen, die dem Roboter-Körper zu entfliehen versuchen, um sich endlich wieder wie Menschen fühlen zu dürfen.

In „Disintegration“ seid ihr Pilot eines Gravehikel. Am besten kann man es als schwebenden Panzer beschreiben. Von diesem Gefährt aus befehligt ihr einen Bodentrupp bestehend aus drei Leuten und ballert aus der Ego-Perspektive auf die Feinde. Im Multiplayer-Part konnten wir nur einen Modus testen, der stark an das Capture the Flag-Prinzip erinnerte. Im Match traten die Spieler 5 Vs. 5 an und konnten aus einem Portfolio von insgesamt sechs unterschiedlichen Piloten wählen. Jeder Pilot war nicht nur äußerlich gut von den anderen unterscheidbar, sondern bot auch ein individuelles Waffenarsenal sowie Bodentruppen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Die Steuerung des Gravehikel ging super von der Hand und auch die Befehle an die Bodentruppen funktionierten sehr gut. Neben dem üblichen Befehl an die Bodentruppe sich an eine bestimmte Position zu begeben, konnten auch besondere Fähigkeiten ausgewählt werden. Mit dem Steuerkreuz wählten wir die Fähigkeit einer bestimmten Bodentruppe aus und konnten dann den Befehl geben, wo diese ihren Einsatz finden sollte. So konnten die Bodentruppen zum Beispiel Granaten werfen, einen Luftangriff anfordern und ein stark gepanzerter Soldat nutzte seine Rüstung, um durch die gegnerischen Einheiten zu stürmen.

Wir traten jeweils in zwei Runden gegeneinander an. In der ersten Runde waren wir in der Defensiv Position und die Aufgabe des gegnerischen Teams war es einen Reaktorkern zu sichern und diesen in unser Lager zu transportieren, um uns endgültig auszuschalten. An zwei Positionen, die durch die Buchstaben A und B gut erkennbar im Hud integriert wurden, konnte jeweils ein Reaktorkern vom gegnerischen Team erbeutet werden. Es konnte auch passieren, dass beide Kerne sich gleichzeitig in Bewegung setzten, wodurch das Team gezwungen war sich aufzuspalten. Wird ein Kern fallen gelassen, dann hat das Team kurzzeitig die Chance diesen erneut zu bergen und weiter voran zu bringen. Der Kern kann nur durch Bodentruppen transportiert werden, wodurch die Spieler auf vielen Ebenen gezwungen sind taktisch vorzugehen. Die Runde ist vorbei sobald ein Timer abgelaufen ist oder sobald das Offensive Team geschafft hat einen Kern in der Basis des Defensiven Teams zu platzieren. Danach werden die Rollen getauscht.

Ich hatte großen Spaß an „Disintegration“ und könnte mir gut vorstellen, dass dies mein neues Lieblingsspiel in Sachen PvP werden könnte. Die Ego-Shooter-Mechanik mit dem Gravehikel erinnerte mich stark an die Hoverbikes aus dem Halo-Universum. Genauso gut war auch die Steuerung umgesetzt. Noch existiert kein konkreter Release-Termin, doch die Entwickler hoffen das Spiel noch im 1. Quartal 2020 für Playstation 4, Xbox One und den PC veröffentlichen zu können. Aller spätestens soll es der 2. Quartal 2020 werden. Darüber hinaus ist ein Beta-Test für den Multiplayer-Part fest eingeplant, noch hat man keinen konkreten Termin hierfür, doch wer diesen nicht verpassen will registriert sich für den Newsletter über die offizielle Website zum Spiel.

Gaming
[next-gamer.de] · 23.08.2019 · 18:15 Uhr
[1 Kommentar]
 
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