Ebola-Ausbruch im Kongo erreicht tödlichstes Niveau: 2.325 Tote, fast 5.000 Fälle

Dies ist keine humanitäre Krise. Es ist ein Regierungsversagen. Wenn ein Land alle 28 Minuten einen Todesfall durch eine einzige Krankheit verzeichnet, liegt das Problem nicht allein am Virus – sondern an der Unfähigkeit der Institutionen, entschlossen zu handeln und grundlegende öffentliche Gesundheitsinfrastruktur bereitzustellen. Investoren brauchen keine weitere Pressemitteilung über "globale Solidarität". Sie müssen kompetente staatliche Kapazitäten sehen, oder sie werden das Risiko entsprechend bepreisen.
Der Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zeigt, was passiert, wenn schwache Institutionen auf einen sich schnell ausbreitenden Erreger treffen. Keine noch so große internationale Hilfe ersetzt lokale Umsetzung. Jeder Todesfall ist eine Erinnerung daran, dass Kapital dorthin fließt, wo Eigentum gesichert, Verträge durchgesetzt und Ordnung gewährleistet werden kann. Wo der Staat seine Bürger nicht am Leben halten kann, wird er nicht die produktiven Investitionen anziehen, die das Land dringend benötigt.
Die Märkte bepreisen dieses Risiko bereits. Bergbau- und Infrastrukturprojekte in der Region tragen Ebola-Aufschläge, die sich nur noch vergrößern werden, wenn die Eindämmung scheitert. Die kongolesische Bevölkerung zahlt den Preis in Menschenleben und verpassten Chancen. Bis die Regierung beweist, dass sie die Übertragungskette durchbrechen kann, werden die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten weiter steigen.

