Dual Universe – Ein MMO mit unendlich Möglichkeiten

Kennt ihr schon das MMO „Dual Universe“? Also mir persönlich war das Spiel nicht bekannt oder zumindest hatte ich es nicht auf dem Schirm, aber nach der diesjährigen Gamescom werde ich es nie wieder vergessen können. Dieses MMO bietet den Spielern unbegrenzte Möglichkeiten in vielerlei Aspekten. Welche das sind, haben mir die Entwickler von Novaquark in einem ausführlichen Gespräch verraten.

Selbst spielen konnte ich „Dual Universe“ bei diesem kurzen Gespräch von ca. 30 Minuten nicht, was aber nicht weiter schlimm ist, denn hätte ich es selbst gespielt, hätte ich euch bei weitem nicht so viel davon berichten können. „Dual Universe“ ist ein Sci-Fi-Sandbox-MMO, welches keine Spieler-Limitierung kennt. Theoretisch könnten sich Millionen von Spielern auf demselben Server rumtummeln. Hierfür arbeitet man eng mit Amazon zusammen und nutzt dessen Cloud-Technologie, die auch schon bei „New World“ zum Einsatz kommt. Komplett ohne Ladezeiten – ausgenommen der Ladezeit beim Start – dürfen die Spieler ein ganzes Sonnensystem mit sieben unterschiedlichen Planeten und zahlreichen Monden auf eigene Faust erkunden.

Es wird keine Story-Kampagne geben, lediglich einige Tutorials führen die Spieler in die Spielwelt ein, doch darüber hinaus wollen die Entwickler, dass jeder seine eigene Geschichte schreibt und einen Fußabdruck im Universum von „Dual Universe“ hinterlässt. Somit soll auch das gesamte Ökosystem von den Spielern selbst gesteuert sein. Dieses System führten die Entwickler an Hand eines einfachen Beispiels vor. Am Markt werden nur Gegenstände von Spielern angeboten, dabei bestimmen die Spieler selbst welches Material wieviel kosten soll. Angebot und Nachfrage würden das markt-Wesen, wie auch im realen Leben regeln. Zudem können Spieler nicht nur Materialien verkaufen, sondern auch selbst produzierte Gegenstände wie Lampen, Tische oder Antriebsmotoren. Aber auch Baupläne können angeboten werden und viele weitere Sachen.

Wirklich alles soll in diesem MMO von Spielern gelenkt und erschaffen werden. Das Bau-System ermöglicht es individuelle Raumschiffe, Hoverbikes, Tische, Lampen, sogar ganze Städte zu errichten und das ist noch nicht alles. Auch Raumstationen sollen von den Spielern gebaut und erweitert werden können. Dank Voxel können die Spieler sogar die Planeten nach eigenen Wünschen umgestalten oder gar zerstören können. Wie in „Red Faction“ buddeln wir uns überall durch den Planeten hindurch, nur das All ist da die Grenze. Laut den Entwicklern können sogar so massive Veränderungen am Planeten vorgenommen werden, dass diese aus dem Weltall heraus sichtbar sind. Ob das stimmt, konnte mir nicht gezeigt werden, da es einige Spielstunden benötigen würden einen Planeten dermaßen zu verändern, doch die Städte waren aus dem All bereits sehr gut erkennbar. Es ist sogar möglich den Planeten in Stücke zu reißen, oder sich einfach zum Spaß durch den Kern zum anderen Ende zu graben. Alle Schäden oder Veränderungen sind permanent und für alle Spieler existent.

Eine weitere Besonderheit des Spiels ist auch die Physik, welche so realistisch wie nur möglich umgesetzt werden sollte. So ist für den Flug eines Raumschiffs ganz viel Konzentration notwendig, um keine Bruchlandung zu verursachen. Der Austritt aus der Atmosphäre muss genau angepasst sein. Desweitern haben die Entwickler eine Ingame-Konsole eingebaut, in welcher erfahrene Programmierer ihre eigenen Codes schreiben können. In der Präsentation war es ein Brick Ball Spiel, welches im Ingame-Haus auf einem Bildschirm gespielt und weiter verändert werden konnte. An einer weiteren Stelle im Spiel wurde ebenfalls ein selbst geschriebener Code gezeigt, der die Vorgänge in der eignen Fabrik überwachte. So sind sogesehen auch Mods möglich, die im Spiel selbst geschrieben werden. Diese Mods können Spieler ebenfalls weiterverkaufen oder tauschen.

Richtig gelesen, Spieler können ihre eigenen Fabriken erstellen, denn der Prozess der Herstellung von bestimmten Gegenständen kann ganz schön zeitfressend und mühsam sein. Um den Spielern dabei zu helfen schneller an eine bestimmtes Material oder Gegenstand zu kommen, kann dieser Prozess durch Maschinen beschleunigt werden. Einzelne Herstellungsprozesse können auch aneinandergereiht werden. In diesem Fall wurde in einer Maschine Metall geschmolzen und zu Barren weiterverarbeitet, diese Barren wiederrum sind in die nächste Maschine geraten und wurden zu Zahnrädern weiterverarbeitet, aus den Zahnrädern konnten nun weitere Produkte hergestellt werden. Dem Spieler sind keine Grenzen gesetzt, selbst eigene Baupläne können in der Fabrik vollständig umgesetzt werden, wenn ihr ein bestimmtes Produkt in Massenanfertigung über den Markt weiterverkaufen wollt.

In „Dual Universe“ funktioniert nichts ohne Rohstoffe. Einige davon sind schnell gefunden und andere wiederum können nur auf ganz bestimmten Planeten gesammelt werden. Damit ihr jedoch wisst wo ihr welches Rohstoff findet, habt ihr einen Scanner am Mann, der euch jedoch nur in einem Radius von 20 Metern die Rohstoffe anzeigt, wollt ihr den ganzen Planeten scannen, dann wird es gefährlich. Hierfür aktiviert ihr einen riesigen Scanner, der den Planeten nach Rohstoffen absucht. Dieser Prozess dauert einige Stunden und ist dermaßen laut, dass andere Spieler davon Wind bekommen können. Die können natürlich auch die Scann-Daten einsammeln, also ist besondere Vorsicht angesagt. Die anschließenden Scan-Daten können entweder selbst genutzt oder weiterverkauft werden. Ihr könnt die Daten zum Beispiel jemanden verkaufen, ihn verfolgen und ihm in einen Hinterhalt locken, um die besonders wertvollen Rohstoffe abzunehmen. Da die Zeit nicht stillsteht, sind auch die Scan-Daten irgendwann veraltet, damit ihr wisst von wann diese Daten sind, zeigt euch ein kleiner Timer im Inventar das genaue Scan-Datum an.

Seid in „Dual Universe“ Pirat, Händler, Ingenieur, Minenarbeiter oder Forscher. Ihr könnt in diesem Spiel alles werden was ihr sein wollt und das Universum frei nach Belieben erkunden. Aktuell tummeln sich knapp über 41.000 Spieler in diesem Universum herum und wer den finalen Release nicht mehr abwarten kann, der kann sich über die offizielle Website ein Founders Pack kaufen und sofort loslegen. Unterhalb des Artikels habe ich für euch einen aktuellen Trailer sowie Screenshots eingebunden.

Gaming
[next-gamer.de] · 24.08.2019 · 14:29 Uhr
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