Dow Jones schließt mit kräftigem Plus - Gewinne mit Endspurt weiter ausgebaut

Der Dow Jones gint am Donnerstag mit einem deutlichen Plus von 6,38 Prozent auf 22.552,17 Punkte aus dem Handel. Seine Startgewinne konnte der Index im Handelsverlauf beständig ausbauen, kurz vor Ende der Sitzung legte er bei der Aufwärtsbewegung noch einmal an Geschwindigkeit zu. Am Vortag hatten da noch Gewinnmitnahmen eingesetzt. Damit ist es an der Wall Street am Donnerstag bereits den dritten Tag in Folgesteil aufwärts gegangen. Nachdem das weltweit bekannteste Börsenbarometer zu Wochenbeginn noch auf den tiefsten Stand seit November 2016 abgesackt war, hat es inzwischen bereits wieder knapp 4000 Punkte zurückerobert. Viele Anleger sorgten sich, zu spät auf einen abfahrenden Aufwärtszug zu springen.

Trotz einem massiven Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kauften Börsianer vermehrt zu. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte zuvor in einem Statement die Daten zu den Arbeitslosenansprüchen als irrelevant bezeichnet, da der Coronavirus-Stimulus des Senats die Kalkulation der Geschäftsinhaber verändere.

Zu Wort meldete sich außerdem Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank Fed. Zwar befürchtet er, dass sich die USA bereits in einer Rezession befinden könnte, wie er im Fernsehen sagte, schloss zugleich aber weitere Notmaßnahmen im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise nicht aus. Der Notenbank werde "die Munition" nicht ausgehen, versicherte Powell.

Das nachlassende Vertrauen in das Handeln der Politik in der Coronavirus-Pandemie hatte sich am Vorabend an der Wall Street manifestiert, als die Kurse im späten Geschäft von ihren Tageshochs zurückkamen und die Indizes zum Teil sogar ins Minus drehten. Die Volatilität deute auf verunsicherte Investoren, die sich mit vielen widersprüchlichen Informationen auseinandersetzten, sagte Portfolioverwalter Vikas Pershad von M&G Investments. "Was wir sehen, ist eine sehr große Diskrepanz zwischen der gegenwärtigen Welt und der Zukunft, die die Märkte einpreisen."

Immerhin hat die US-Politik das billionenschwere Stimulipaket wenigstens auf den Weg gebracht. Der US-Senat hat das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Allerdings muss das Repräsentantenhaus noch zustimmen, was allerdings keine Hürde darstellen dürfte. Aber immer mehr Händler bezweifeln, dass die Summe aller Hilfsprogramme weltweit überhaupt finanziert werden kann.

Sind Hilfspakete finanzierbar?

Unabhängig von der Finanzierbarkeit wird aber auch deutlich, wie sehr das Paket gebraucht wird. Denn die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung explodieren förmlich auf knapp 3,3 Millionen nach 281.000 in der Vorwoche. Die Prognose hatte nur bei 1,5 Millionen Anträgen gelegen. Allerdings gab es auch Befürchtungen in der Größenordnung von 4 Millionen.

Am Devisenmarkt zeigt der Dollar Schwäche.

/ Dow Jones Newswires 7 dpa-AFX

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[finanzen.net] · 26.03.2020 · 21:10 Uhr
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