Dow Jones erholt sich, Dell und Johnson & Johnson ziehen an – KI-Nachfrage treibt Tech-Werte
Märkte finden nach September-Schwäche Halt
Der Dow Jones Industrial Average erholte sich am Mittwoch mit einem Plus von 0,56 Prozent auf 53.061,95 Punkte von einer dreitägigen Verlustserie. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 legten moderat zu. Die Stabilisierung der Ölpreise trotz anhaltender Spannungen zwischen den USA und dem Iran sorgte für etwas Beruhigung.
Fundamentaldaten bleiben positiv
Angelo Kourkafas von Edward Jones Investments betonte, die zugrunde liegenden Fundamentaldaten seien weiterhin positiv. Saisonale Gegenwinde reichten nicht aus, den Aufwärtstrend des Gesamtmarktes zu bremsen. Die Marktteilnehmer atmen auf, dass die Realwirtschaft trotz geopolitischer Risiken ihren Kurs hält.
Fed-Sprecher dämpft Zinserhöhungserwartungen
John Williams, Chef der New Yorker Fed, äußerte sich zuversichtlich: Die Inflation lasse nach, die Auswirkungen der Zölle schwächen sich ab und höhere Energiepreise strahlen nicht auf andere Dienstleistungen aus. Damit stellte er die Markteinschätzung infrage, eine Zinserhöhung im September sei so gut wie sicher, wie Krishna Guha von Evercore feststellte.
Johnson & Johnson erreicht Rekordhoch
Johnson & Johnson-Aktien kletterten um 1,5 Prozent auf über 275 US-Dollar und erreichten damit ein Rekordhoch. UBS hob das Kursziel von 280 auf 320 Dollar an. Analyst Michael Yee sieht eine sich beschleunigende Wachstumsstory im Pharma- und Medizintechnikkonzern.
Dell profitiert von KI-Server-Nachfrage
Dell-Aktien legten nach starken Quartalszahlen und angehobener Jahresprognose fast 16 Prozent zu. Besonders die starke Nachfrage nach KI-Servern treibt den Computerkonzern. Hier zeigt sich, wo echte Wertschöpfung stattfindet – nicht in Behörden, sondern in Unternehmen, die Produkte bauen, die Kunden wollen.
Palo Alto Networks und Credo Technology unter Druck
Palo Alto Networks verfehlte trotz übertreffender Gewinnaussichten die Markterwartungen der Anleger und gab über neun Prozent nach – klassische Gewinnmitnahmen nach starker Vorlaufperformance. Credo Technology verlor ein Fünftel, weil die Umsatzprognose trotz Übertreffung die Rally nicht weiter antrieb.
Elliott fordert Wertsteigerung bei T-Mobile
T-Mobile US-Aktien stiegen fast drei Prozent, nachdem Bloomberg berichtete, Elliott habe einen beträchtlichen Anteil an der Deutschen Telekom aufgebaut. Der aktivistische Investor fordert, mögliche Fusionspläne mit der US-Tochter fallen zu lassen und stattdessen Aktienrückkäufe auszuweiten. Damit setzt er auf klare Kapitalallokation statt auf bürokratische Großfusionen.

