Digitales Bezahlen auf dem Vormarsch: Die zunehmende Beliebtheit von Smartphone- und Kartenzahlungen in Deutschland
Die Nutzung von digitalen Zahlungsmethoden wie Smartphones und Bankkarten gewinnt in Deutschland kontinuierlich an Fahrt. Laut einer aktuellen Umfrage des Zahlungsdienstleisters Visa gibt fast die Hälfte der Befragten an, Bargeld nur noch als Backup dabeizuhaben, falls digitales Bezahlen nicht möglich ist. So führen rund 50 Prozent der Verbraucher weniger als 50 Euro in bar mit sich.
Ein signifikanter Anteil der Befragten, genauer gesagt 71 Prozent, würde es bevorzugen, wenn in allen Geschäften Kartenzahlung oder mobile Zahlung akzeptiert würden. Besonders bemerkenswert ist, dass ein Fünftel der Konsumenten Geschäfte meidet, die ausschließlich Bargeld akzeptieren. Unter den jüngeren Befragten unter 35 Jahren übersteigt dieser Anteil sogar 30 Prozent.
Interessanterweise zeigt die Visa-Studie, dass die Debitkarte nun das bevorzugte Zahlungsmittel der Deutschen ist, erstmals seit Beginn der Umfrageerhebungen. 38 Prozent bevorzugen die Debitkarte, während Bargeld als Zahlungsmittel auf 27 Prozent zurückgefallen ist. Das Bezahlen per Smartphone, das von fast einem Viertel der Befragten präferiert wird, wächst stetig; es hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.
Besonders stark treibt die jüngere Generation den Trend zur Smartphone-Zahlung voran. Bei der Generation Z führt das Smartphone die Zahlungsmethoden mit 42 Prozent an, gefolgt von der Debitkarte und Bargeld.
Trotz der traditionellen Beliebtheit von Bargeld in Deutschland, zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Die Bundesbank verzeichnete 2023 einen Rückgang der bar abgewickelten Zahlvorgänge auf 51 Prozent. Dennoch bleiben Vorbehalte gegenüber neueren Zahlungsformen, wie Echtzeitüberweisungen, bestehen. Über die Hälfte der Befragten äußerte Bedenken, da bei dieser Methode keine Rückbuchung möglich ist, was ihre Nutzung einschränkt.

