Dieselklagen: Herber Rückschlag für Volkswagen

von Stefan Rullkötter, €uro am Sonntag

Das Oberlandesgericht Koblenz verurteilte den Autobauer nun wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zu Schadenersatz. Erfolgreich geklagt hat ein Mann, der 2014 einen VW Sharan als Jahreswagen gekauft hatte. Da sein Dieselfahrzeug mit manipulierter Schadstoffsoftware ausgestattet war, forderte er dessen Rücknahme und die Erstattung des Kaufpreises.

Zu Recht, urteilte nun das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz: Der VW-Konzern habe zur systematischen Profitmaximierung bewusst staatliche Behörden, Wettbewerber und Käufer in großer Zahl getäuscht (Az. 5 U 1318/18). Er müsse dem Kläger daher rund 26.000 Euro Schadenersatz zahlen. Für die fünf Jahre Fahrzeit werden 6000 Euro als Nutzungsentschädigung angerechnet.

VW will umgehend Revision gegen die Entscheidung einlegen. Bislang sind bundesweit 25 OLG-­Urteile zugunsten von Volkswagen oder VW-Händlern ergangen, viermal siegten in zweiter Instanz Autokäufer. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs zum Abgasskandal steht noch aus.

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[finanzen.net] · 15.06.2019 · 09:00 Uhr
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