Die Konzerngeschichte von adidas - dem zweitgrößten Sportartikelhersteller der Welt

• Ausstattung von Sportlern mit Sportschuhen
• 1990 Gründung der AG
• Heute circa 20 Milliarden Euro Umsatz und rund 60.000 Mitarbeiter weltweit

"Gebrüder Dassler Schuhfabrik"

Der Startschuss für die Unternehmensgeschichte des heute zweitgrößten Sportartikelherstellers der Welt fiel im Jahr 1924. Der spätere adidas-Gründer Adolf "Adi" Dassler tätigte zusammen mit seinem Bruder, dem späteren PUMA-Gründer Rudolf Dassler, die Eintragung der Firma "Gebrüder Dassler Schuhfabrik" in das Handelsregister. Während der Tüftler Adi Dassler für die Fertigung von Sportschuhen zuständig war, kümmerte sich Bruder Rudolf Dassler um die Akquise, so ein Bericht der "Neue Zürcher Zeitung". Bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam trugen erstmals Athleten Sportschuhe des Unternehmens, ebenso wie der vierfache Medaillengewinner Jesse Owens bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.

1948 zerstritten sich die beiden Brüder jedoch. Es kam zur Trennung und zum Neustart: Am 18. Augst 1949 gründete Adi Dassler die "Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik" mit 47 Mitarbeitern in Herzogenaurach. Der Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft durch die deutsche Nationalmannschaft im Jahr 1954 bedeutete den Durchbruch für adidas und machte das Unternehmen auf der ganzen Welt bekannt: Im WM-Finale gegen die vermeintlich überlegene Mannschaft aus Ungarn spielte die deutsche Mannschaft mit adidas-Fußballschuhen und gewann den ersten WM-Titel. Bis heute ist adidas Ausstatter des Deutschen Fußball-Bundes DFB.

Eine Wende in der Erfolgsgeschichte

Doch trotz der vielen Erfolge der adidas-Schuhe, -Kleidung und -Bälle führte der Weg des Unternehmens nicht ausschließlich nach oben. Nachdem Adi Dassler 1978 verstarb, übernahm dessen Frau Käthe die Leitung des Unternehmens. Sie erlag allerdings 1984 einem Herzleiden. Drei Jahre später starb auch Sohn Horst Dassler. Die vier Töchter übergaben die Leitung der Firma an ein externes Management. Unter dessen Führung stürzte adidas laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in eine schwere Krise. Mitte der 80er Jahre begannen wichtige Unternehmenskennzahlen zu stagnieren. Die aus dem US-Markt hervorgedrungenen Konkurrenten Nike und Reebok machten adidas schwer zu schaffen. Im Jahr 1992 verzeichnete das Unternehmen laut eigener Aussage durch "wechselnde Geschäftsleitungen und zweifelhafte strategische Entscheidungen" einen Rekordverlust und befand sich am "Rand des Ruins".

Gründung einer AG

Im Jahr 1989 wurde adidas in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Um das Unternehmen zu retten, verkauften die Töchter des adidas-Gründers ihre Anteile. Ein personeller Umschwung musste her, Robert Louis-Dreyfus übernahm die Führung und brachte adidas zurück in die Erfolgsspur. Geplagt von Finanzierungsschwierigkeiten ging adidas im November 1995 an die Börse. Der Ausgabepreis betrug umgerechnet rund 9,63 Euro. 1998 wurden die Aktien des Unternehmens in den DAX aufgenommen. 2001 übernahm der heutige Präsident des FC Bayern München Herbert Hainer das Amt des Vorstandsvorsitzenden der adidas AG. Unter ihm übernahm adidas im Jahr 2005 den amerikanischen Konkurrenten Reebok für 3,1 Milliarden Euro.

Erfolg stellt sich wieder ein

Zu Beginn der 2000er Jahre stellte sich adidas neu auf. Neben den Sport-Performance-Produkten für die Ausübung einer Sportart führte adidas ein Lifestyle-Segment mit Fokus auf sportlicher Alltagskleidung ein. Bereits früher im Lauf der Unternehmensgeschichte hat es adidas laut der "Süddeutschen Zeitung" geschafft, mit den Produkten den "Zeitgeist von ganzen Generationen" zu prägen. Queen-Musiker Freddie Mercury performte 1985 beim Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley-Stadion vor einem Milliardenpublikum in weißen Wrestling-Schuhen von adidas. Extra für Superstars außerhalb der Sportwelt wie etwa für Madonna, Pharrell Williams oder Ex-Tennis-Legende Stan Smith angefertigte und auf dem Markt platzierte Modelle entwickelten sich fortwährend als wahre Verkaufsschlager. Die Schuhe der Marke "Yeezy", die in Zusammenarbeit mit dem Hip-Hop-Star Kanye West aufgebaut wurde, waren den Fans vierstellige Summen wert und sollen den Rapper laut "Forbes" zum Milliardär gemacht haben. Heute steht adidas laut dem Portal "Gevestor" hinter Nike auf Platz zwei der größten Sportartikelhersteller der Welt.

Deutliche Corona-Spuren bei adidas

An der heutigen Firmenspitze befindet sich Kasper Rorsted, der Herbert Hainer im Oktober 2016 als Vorstandsvorsitzenden ablöste. Rorsted hatte zuvor acht Jahre lang die Leitung des Konsumgüterunternehmens Henkel inne. Hauptaugenmerk legt adidas heute mit den beiden Marken adidas und Reebok laut eigener Aussage auf den Schuh- und Bekleidungsmarkt. Dabei litten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 wichtige Kennzahlen des Unternehmens stark unter der Corona-Pandemie. Der Gewinn brach um 78 Prozent ein - von 1,9 Milliarden Euro auf 429 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 14 Prozent auf nun 19,844 Milliarden Euro zurück. Rund 60.000 Mitarbeiter beschäftigte adidas weltweit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Standardwerte
[finanzen.net] · 06.05.2021 · 06:53 Uhr
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