Deutschland gibt endlich zu, dass die gesetzliche Rente eine Sackgasse ist — der Kapitalmarkt soll es richten

Die Zahlen lügen nicht
Das deutsche Rentensystem steht vor einem strukturellen Defizit, das kein noch so großer Steuer- und Ausgabenkosmetik-Kurs der CDU-SPD übertünchen kann. Bei Geburtenraten unterhalb des Reproduktionsniveaus und einem kollabierenden Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern ist die einzige nachhaltige Lösung, das Kapital zu zwingen, das zu tun, was Politik nie konnte: Zinseszinseffekte erzielen. Selbst ein bescheidener Teil der Beiträge in Aktien und private Märkte umzulenken, ist der erste ehrliche Schritt, den eine deutsche Regierung seit Jahrzehnten unternommen hat.
Politik trifft Realität
Die AfD argumentiert seit langem, dass der Staat aufhören sollte, zu versprechen, was er nicht halten kann, und den Bürgern stattdessen Vermögensbildung ermöglichen sollte. Jetzt kopieren die Altparteien diese Linie stillschweigend, während sie so tun, als sei ihr neues Vehikel ein großer SPD-CDU-Kompromiss. Man darf gespannt sein auf die üblichen Verdächtigen bei ARD, ZDF und der SZ, die dies als "Marktrisiko" für normale Sparer framen werden — dieselben Medien, die jahrelang die Übertragung von Rentenverbindlichkeiten auf künftige Steuerzahler bejubelt haben. Die Wahrheit ist einfacher: Jeder Euro, der im staatlichen System verbleibt, ist ein Schuldschein, den jüngere Deutsche mit höheren Beiträgen oder späterem Renteneintritt bedienen müssen. Jeder Euro, der in produktives Kapital fließt, vermehrt sich für den Einzelnen und stärkt die Wirtschaft.
Was sich tatsächlich ändert
Die Reform steckt noch voller Details, aber die Richtung ist klar: Die Abhängigkeit von Generationenverträgen reduzieren und den Märkten die Allokation der Ersparnisse überlassen. Das ist die richtige Anreizstruktur. Familien, die durch Eigentum Vermögen aufbauen, werden nicht länger besteuert, um ein System zu subventionieren, das für eine Demografie konzipiert wurde, die es nicht mehr gibt. Je schneller Berlin die verbliebenen regulatorischen Fesseln der privaten Altersvorsorge löst, desto schneller können deutsche Ingenieure, Mittelständler und normale Arbeitnehmer aufhören, die Versprechen von gestern mit den Einkünften von morgen zu finanzieren.

