Deutscher Export verzeichnet stärksten Rückgang seit 1990

Containerbrücken
Foto: Axel Heimken/dpa
Hinter hochgeklappten Containerbrückenkränen im Hamburger Hafen geht die Sonne unter. Die Corona-Krise bremst den weltweiten Handel aus.

Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Export ist zu Beginn der Corona-Krise eingebrochen. Die Unternehmen führten im März Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro aus. Das waren 7,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 11,8 Prozent weniger als im Februar 2020.

Gegenüber dem Vormonat war es der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Importe verringerten sich binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf 91,6 Milliarden Euro.

Der Einbruch im März hinterließ deutliche Spuren im ersten Quartal. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 324,9 Milliarden Euro. Die Einfuhren verringerten sich um 2,9 Prozent auf 273,1 Milliarden Euro.

Vor der Eskalation der Krise in Europa hatten die Unternehmen im Februar noch etwas mehr Waren «Made in Germany» ausgeführt als im Vorjahreszeitraum. Erste Effekte hatten sich aber bereits im Handel mit der im Februar besonders von dem neuartigen Virus betroffenen Volksrepublik China gezeigt. Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnete zuletzt mit einem Absturz des Welthandels infolge der Corona-Krise von 13 bis 32 Prozent.

Außenhandel / Konjunktur / Corona / Export / Deutschland
08.05.2020 · 08:45 Uhr
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