Deutsche Firmen messen dem Treibhausgas-Fußabdruck große Bedeutung bei
Im Zuge der weltweiten Bemühungen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit nimmt die Auseinandersetzung deutscher Unternehmen mit dem eigenen Treibhausgasausstoß sichtlich zu. Dies ist das Kernergebnis des 'Sustainability Transformation Monitors 2024', den die Bertelsmann Stiftung nun vorgestellt hat. Sie offenbart: Rund 70 Prozent der befragten 362 Unternehmen sind über ihren spezifischen Treibhausgas-Fußabdruck im Bilde.
Neben den Firmen, die bereits eine konkrete Vorstellung ihrer Emissionsbilanz haben, existiert eine weitere Gruppe von 25 Prozent, die sich in der Phase der Datenerhebung befindet. Beachtlich ist, dass über 40 Prozent der Studienteilnehmer Ziele verfolgen, die mit den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens von 2015 konform gehen. Weitere 21 Prozent haben sich allgemeinere Klimaambitionen auf die Fahnen geschrieben, während 30 Prozent noch dabei sind, ihre Zielsetzungen zu formulieren.
Die Studie unterstreicht die Relevanz der gesetzlichen Anforderungen, welche besagen, dass Unternehmen in naher Zukunft immer intensiver dazu aufgefordert sind, den Weg zur CO2-Neutralität transparent in ihren Geschäftsberichten aufzuzeigen. Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) bildet dafür eine wesentliche gesetzliche Grundlage.
Der diesjährige Sustainability Transformation Monitor, kurz STM, wurde zum zweiten Mal in Kooperation mit der Stiftung Mercator, der Universität Hamburg und der Peer School for Sustainable Development erarbeitet. Die Befragung erfolgte online zwischen September und November 2023 und adressierte Repräsentanten aus der breiteren Wirtschaft sowie dem Finanzsektor. Hiermit leistet die Bertelsmann Stiftung einen wertvollen Beitrag zur Förderung nachhaltiger Unternehmensführung in Deutschland. (eulerpool-AFX)

