Destiny-Fans machen Bungies Ex-Chef zum Endboss in einem kostenlosen Browser-Spiel
Destiny 2 ist für viele Fans nicht einfach nur ein Spiel. Es war über Jahre ein Hobby, ein Treffpunkt, eine Routine. Genau deshalb sitzt der Frust über Bungies Entscheidungen tief. Entlassungen, das Ende der aktiven Entwicklung und die ungewisse Zukunft der Marke haben aus einer treuen Community eine ziemlich wütende Community gemacht.
Jetzt hat dieser Ärger eine besonders absurde Form angenommen. Wie Dexerto.com zuerst berichtet, haben Fans ein kostenloses Browser-Spiel veröffentlicht, in dem ausgerechnet Bungies ehemaliger CEO Pete Parsons als finaler Boss auftaucht. Der Titel: Pete Carsons: The Final Car. Ja, der Name ist natürlich kein Zufall. Er spielt einerseits auf Destiny 2: The Final Shape an, andererseits auf Parsons’ viel diskutierte Sammlung klassischer Autos. Genau diese Autosammlung wurde nach Bungies Entlassungswellen zu einem Symbol für die Wut vieler Fans.
Tomaten statt Raketenwerfer
Das Browser-Spiel ist eine klare Parodie auf Destiny 2. Statt mit exotischen Waffen auf Götter, Aliens oder kosmische Bedrohungen zu schießen, werfen Spieler hier Tomaten. Ziel ist es, Parsons’ Autosammlung zu zerstören und am Ende den Boss selbst verwundbar zu machen. Die Autos haben Namen wie Crunch Enforcer, Bad Taste oder Team Reduction. Allein diese Namen zeigen, wie bitter der Humor der Community inzwischen geworden ist.
Das kleine Browser-Spiel wurde am 07. Juli veröffentlicht. Das Datum ist ebenfalls bewusst gewählt: Bungie feiert jährlich am 07. Juli den sogenannten Bungie Day. Ausgerechnet an diesem Tag erschien also eine Fan-Parodie, die Bungies aktuelle Lage ziemlich hart aufs Korn nimmt.
Destiny 2-Fans bauen sich ihren eigenen Abschluss
Der Zeitpunkt macht die Sache noch spannender. Bungie hat die aktive Entwicklung von Destiny 2 inzwischen beendet. Das finale Content-Update Monument of Triumph erschien am 09. Juni 2026. Viele Fans hoffen zwar weiterhin auf ein Destiny 3, doch konkrete Anzeichen dafür gibt es nicht. Eine Petition an Sony für einen dritten Teil hat auf Change.org bereits mehr als 399.000 Unterschriften gesammelt. Das zeigt, wie groß das Interesse an der Marke weiterhin ist.
Pete Carsons: The Final Car ist natürlich keine offizielle Destiny-Fortsetzung. Es ist eine Parodie. Ein Meme. Ein kleiner Browser-Gag mit Tomaten, Autos und sehr viel Frust. Aber gerade deshalb sagt es viel über die aktuelle Lage der Destiny-Community aus. Fans hängen weiterhin an ihrem Destiny. Sie wollen nicht einfach loslassen. Gleichzeitig sind viele wütend auf Bungie, enttäuscht von Entscheidungen und skeptisch, ob Sony oder das Studio noch einen klaren Plan für die Marke haben.
Dass ausgerechnet Bungies ehemaliger CEO nun als „Endboss“ in einem Fan-Spiel landet, ist absurd. Aber es passt erschreckend gut zur Stimmung.


